Pflanzwettbewerb
„Wir tun was für Bienen!“
Bepflanzte Fläche: 479.833 m²

Wir sind seit mehreren Jahren ziemlich faul in unserem Garten unterwegs.

Erst haben wir weiter brav Rasen gemäht, aber nachdem wir unser Fachwerkhaus renoviert haben, kam der Entschluß unseren Garten so zu gestallten, dass er mehr Lebewesen Platz bietet.

Erstmal haben wir die Thujahecke, die den Grundstück umrandet hat rausgerissen.

Danach musste der ganze Garten, welcher im Hang liegt, terassiert werden und die alten Betonmauern verschwinden.
Es kam die örtliche Grauwacke in Einsatz - aufeinander gestapelt und fertig. Kurz darauf zogen schon die ersten Spitzmäuse ein. Sie sind eifrig auch am Sonntag unterwegs, wenn wir am Frühstückstisch auf der Terrasse sitzen. :)

Es war aber nicht genug der Umbauten, weil der Rasenmäher immer noch im Schuppen stand.....

Letztes Jahr kam uns die Idee aus der kleinen Fläche, die noch als Rasen übrig bleiben würde, einen Nutzarten zu machen, da wir beim begradigen der Fläche gesehen haben, dass die Vorbesitzerin Muttererde unter dem Rasen versteckt hatte. Wir haben uns Bücher geholt, uns informiert und erstmal das Gemüse ad acta gelegt, da es uns mit der Bodenvorbereitung schon etwas eng wurde.

Deshalb kam dieses Jahr erstmal Gründüngung auf die Beete. Damit der Boden gut vorbereitet ist, bevor wir richtig loslegen. Und weil wir ein Teil des Gartens brach liegen lassen wollen, haben wir auf paar m² eine Samenmischung von der Biologischen Station Oberberg aus Nümbrecht ausgesät. Es sind Pflanzen, welche sonst im Oberbergischen auf den Wiesen wachsen und heimischen Insektenarten anlocken.

Die Wildbienen waren zwar schon vorher da und haben sich in unserem Vorbau und auch unserem Terrassentisch aus alten Eichenbalken ihre Kinderstube eingerichtet, aber jetzt kann man zusehen, wie deren Bestand bei uns tagtäglich steigt und eine nach der anderen schlüpft.

Im Rest des Gartens geht es gemütlich zu. Um die Terrasse herum wachsen die Wald-Erdbeeren und Himbeeren vor sich hin und teilen sich den Platz mit allen möglichen Kräutern. Am Keller wuchert wie jedes Jahr der Beinwell, an dem sich die Hummeln treiben, welche dieses Jahr ihr Nest nicht in unserem Fundament, sondern im Nachbarsdach gebaut haben und die Vögel haben dieses Jahr das Vogelhäuschen, welches die Kinder gebaut haben, bezogen und nicht mehr im Schuppen hinter den Brettern gehaust.

Unser Garten ist klein, aber ziemlich voll Lebewesen. Es ist auch nicht nur unseren Umbauten zu verdanken, sonder auch unserem Nachbar, der das alte Holz liegen lässt und der mehrere großen Bäume auf seinem Grunstück stehen hat. Ohne die alte Eiche, die große Linde und auch den ganzen Haselnusssträuchern hätten wir wahrscheinlich auch nicht die Wallnussbäumchen mittendrin, welche wegen den Eichhörnchen sprießen.

 

Standort

51702 Bergneustadt

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Anzahl der Projektbeteiligten

4

Fläche

120 m²

Pflanzliste

Gehölze:

Pflaume, Haselnuss, wilde Himbeeren, Fächerzypresse, Forsythia, Holunder, Stachelbeeren

Pflanzen:

Stauden – Wald-Erbeeren, Beinwell, Rosen, Akelei, Tausendschön, Storchschnabel, Krokusse, Traubenhyazinthen, Schneeglöckchen, Narzissen, Tageslilie, Herbstaster, Salbei, Liebstöckel, Pfefferminz, Zitronenmelisse, …….

Wiesenblumen – Saamenmischung der biologischen Station Nümbrecht

Einjährig – Kapuzinerkresse, Pfazelia, Buchweizen, Borretsch, Ringelblumen, Erbsen, Wermut, Tomaten, Basilikum, Koriander, …..

Ganz viel “Unkraut” in den Ecken wie Taubnessel, Brennnessel, Löwenzahn, …