Im Januar 2020 begann ich mit meinem Projekt GARTEN der SINNE.

In Haßloch/Pfalz auf dem Freizeitareal Sandbuckel gibt es viele Freizeitgrundstücke. Leider mähen viele Grundstücksbesitzer dort die Flächen großflächig ab um saubere, aufgeräumte Flächen und Zaunränder zu haben.

Das Grundstück, welches sich eine befreundete Hobbyimkerin frisch kaufte und mir es zur Verfügung gestellt hat, war überwuchert mit Brombeerhecken und leider jeder Menge Unrat/Müll.

Ich begann das Grundstück begehbar zu machen, benutzte das abgeschnittene Material für einen langen Totholzzaun zum Nachbarn hin zu errichten.

Mit der fortschreitenden Jahreszeit sah man was da tolles noch so wächst. Ich strukturierte meine weitere Arbeit um die Hundrosen-Hecken, Kirschbäume, Liguster, Königskerzen, Nachtkerzen und Johanniskraut. Die rotfrüchtige Zaunrübe lies ich die Zäune neu erobern und der gigantisch aussehende tote Baum darf auch stehen bleiben.

Es dauerte nicht lange bis die vielen Spaziergänger aufmerksam auf die Veränderung des Grundstücks positiv reagierten, Fragen stellten und mir Pflanzenableger von ihnen brachten. Dies waren z.B. Vogelbeere, Wintergrün, Hibiscus, Weide, Mohn, Sonnenblume, Lavendel. Als Baumpate habe ich einen 3-4 Meter hohen Ahornbaum aus dem Topfleben befreit und eingepflanzt. Dieser bekommt zur Zeit mit Hilfe einer Campingdusche eine Tröpfchenbewässerung.

Im laufe der Zeit konnte ich Eidechsen, Marienkäfer, Bienen, Schmetterlinge, Vögel und andere Insekten, welche ich gar nicht kenne, beobachten und wahrnehmen.

Hier mal die Erklärung warum ein GARTEN der SINNE. Ich veranstalte seit Jahren Kurse über und mit ätherischen Ölen und mein Anliegen ist es - in der Natur, mit der Natur - zu arbeiten, quasi an der Basis. Menschen sensibilisieren - zum wahrnehmen, spüren, schmecken, riechen, fühlen, hören, sehen, mit allen Sinnen - Wertschätzung der Natur.

Nun habe ich schon in das Grundstück eine Jurte als Seminarraum, div. Sitzecken, einen Versammlungsplatz mit Baumstümpfen, verschiedene Kräuter um eine liegende Acht als Achtsamkeitsweg integriert. Diese Kräuter sind Lavendel, Rosmarin, Salbei, Thymian, Muskatellersalbei, Pfefferminze, Borretsch, Ysop und Verbene. In der Ecke der Ruhe werden sich später nicht nur die Bienen am Melissenduft erfreuen.

Zur Zeit wird an einem Regenwasserauffang-System getüftelt, da es auf dem Grundstück kein Wasser gibt.

Verschiedene Tränken für die Tiere stehen schon von Anfang an bereit und sind mit Krappelhilfen versehen.

Als Kletterpflanzen wurden noch Hopfen, echter Jasmin und Geißblatt geplanzt. Außerdem noch Rittersporn, Malven, Akelei, Stockrosen, Günsel, Glockenblume, Sonnenhut, gem. Bienenwiese, Wermut und Duftveilchen.

Die Pfalz wird wegen ihres Klimas auch pfälzische Toskana bezeichnet. Nun sind wir hier im dritten trockenen Jahr und leider haben die frisch gesetzten Pflanzen es schwer in ihrer vollen Pracht aufzublühen.

Durch eine Wildpflanzen-App kann ich noch auf dem Grundstück befindliche unbekannte Pflanzen oft bestimmen und mein Wissen erweitern.

Ich freue mich einen Beitrag zum Erhalten der Bienen- Insekten- Tierwelt zu leisten bzw. wieder her zu stellen und habe die Hoffnung andere Menschen mit diesem Projekt aufmerksam auf die Problematik der Gartenkultur zu machen.

Aufmerksam auf mein Projekt mache ich auch auf Facebook unter www.facebook.com/Dufte Sache und auf der Homepage www.aroma-wellness-workshop.de

Mit ganz liebem Gruß Sabine Hädeke

Standort des Beitrags

67454 Haßloch

Anzahl der Projektbeteiligten

6

Quadratmeter

600 m²

Pflanzliste

Stockrosen

Günsel

Lavendel

Salbei

Ysop

Verbene

Thymian

Boretsch

Rosmarin

Muskatellersalbei

Sonnenblume

Bienenweide

Vogelbeere

Hibiscus

Weide

Malve

Tataren-Ahorn

Mohn

und die vielen wild wachsenden Pflanzen die sich nun entfalten können

Informationen zur Gruppe

Meine Helfer waren bzw. sind immernoch liebe Familienmitglieder und Freunde