Ein alter Strauch, tief verwurzelt im Lehmboden, musste weg. Ein verwilderter Rasenstreifen am Rande der Beete meines kleinen Gartens sollte schöner werden. Noch mehr  Blühpflanzen sollten die Samen aus den verschiedenen Wildblumen- und Bienenfutter-Samentütchen hervorbringen. Tochter, Schwiegersohn und Frida, 4 Jahre alt, halfen der Oma beim mühseligen Urbarmachen. Die Lehmkuhle, Durchmesser 1,10 nach Entfernung des Strauches, sollte eigentlich aufgefüllt werden. Aber bald schon hatten unzählige Wildbienen dort in Löchern und Ritzen begonnen, Nistplätze vorzubereiten. Krabbelten sie rückwärts, wurde ein Ei abgelegt . Ab Mai, nach der Aussaat, habe ich dann auf die ersten Pflänzchen gewartet. Das dauerte. Aber dann, Ende Juni war es soweit. Die unterschiedlichsten Pflanzen brachen durch die Erde. Jetzt, im Juli,  summt und brummt es in dem vielfältigen Blütenmeer im kleinen 1mx6m großen Wildblumen Streifen. Verschiedene Bienen,  Hummeln, Hummelfliegen, Schmetterlinge, sogar eine Hornisse besuchen von früh bis spät die Blüten. An den kleinen Wasserschalen wird getrunken. Jeder, der vorbei kommt, bewundert mein kleines Naturschutzgebiet, und ich selbst habe täglich mit meiner Familie große Freude daran. Das nächste Projekt wird ein Platz mit Totholz und Steinen.

Quadratmeter

6 m²

Pflanzliste

Wiesensaat:

Es wurden drei Sorten Samen ausgesät (Foto)

  • Bienenfutter aus dem Bioladen

  • Bienenbuffet, Blumenmischung mehrjährig

  • Samen von der Aktion der Schullandheime in Hessen zur Rettung der Bienen

Lavendel als Staude

Informationen zur Gruppe

Leider habe ich erst sehr spät die Teilnahmebedingungen gelesen und so die einzelnen, erforderlichen Teilschritte nicht ausführlich dokumentiert. Da ich allein lebe, hatte ich zu Beginn Helfer aus der Familie, danach Bewunderer der Ergebnisse aus der ganzen Nachbarschaft. Mir alleine, als 70jährige Oma, hat es trotzdem viel Freude gemacht, den Insekten ein neues Zuhause zu schaffen. Und das auch in den kommenden Jahren.