Es ist ein kühler, regnerischer Tag, als sich fünf Menschen versammeln, um den Bewuchs eines Beetes zu entfernen und dort ein kleines Paradies für Hummeln&Co zu schaffen.

Mit vollem Körpereinsatz, Spaten und Dreizack-Hacken müssen wir uns ziemlich abrackern, um den Bewuchs samt 3cm dickem Wurzelteppich entfernen zu können.

Doch der Aufwand lohnt sich und nach knapp drei Stunden haben wir eine Fläche von 2x3m frei gelegt. Und am Ende die große Überraschung. Wir entdecken ein Erdhummel-Nest, welches wir Gott sei Dank rechtzeitig entdeckt haben. Natürlich bekommen sie sofort den Lavendel vor den Rüssel gesetzt; wir haben sie doch ein wenig erschreckt mit unserer Aktion, aber sie beruhigen sich schnell.

Der kleine Schmetterlingsbaum stand schon da und wird nun mit vielen neuen Pflanzen zusammen zu einer kleinen Oase für Hummeln und Co. Auch wenn es trotz intensivem Gießen 3 Pflanzen nicht schaffen anzuwachsen, fühlen sich alle anderen sehr wohl und die Ausfälle werden sofort durch neue Pflanzen ersetzt.

Von allen Seiten gibt es Lob und Freude über das Projekt und die erste Sachspende, 2 10l Gieskannen, erleichtern das Bewässern ungemein.

Das Beet wird weiter wachsen. Es fehlt noch eine Vogeltränke. Und spätestens im Herbst wird auch der zweite Teil frei gelegt.

Standort des Beitrags

22049

Vorher-Bilder

Aktions-Bilder

Gartenstrukturen

Anzahl der Projektbeteiligten

6

Quadratmeter

12 m²

Pflanzliste

Lavendel, Löwenmäulchen, Kornblumen, Skabiose, Sonnenblume, Golden Empire, Reiherschnabel, Grasnelke, Geranium Sanguineum, Kapkörbchen, Petunien, Schmetterlingsbaum

Bisher ist die Hälfte des Beetes bepflanzt, die andere Hälfte soll spätestens nächstes Frühjahr dazu kommen.

Informationen zur Gruppe

Im Stadtteil Dulsberg gibt es seit langem die Initiative "urban gardenig", organisiert vom Stadtteilbüro. Hier finden sich Menschen zusammen, die aus dem kleinsten Stadtteil Hamburgs ein buntes Fleckchen machen wollen. Zunächst wurden zig offene Betonpoller von Unkraut befreit und liebevoll mit Blumen bepflanzt. Daraus erwuchs der Gedanke hier Pflanzen für Hummeln, Bienen und andere Nützlinge einzusetzen. Mittlerweile haben sich verschiedene Gruppen zusammen geschlossen, die zum Beispiel vor dem Stadtteil-Treff (Begegnungsstätte) ein Beet bewirtschaften oder einen Innenhof in ein buntes Paradies verwandeln oder auf einer Grünfläche zwischen Wohnhäusern ein Beet mit Blumen für Hummeln&Co. anlegen. Da ich an vielen dieser Projekte selbst beteiligt war, habe ich nach meinem Umzug vom einen Ende des kleinen Stadtteils zum anderen Ende, mit der Genossenschaft Kontakt aufgenommen und mir die Erlaubnis geholt einen Teil des kleinen Beetes vor meiner Haustür umwandeln zu dürfen. Die Unterstützung kam prompt, als ich die Mitglieder der anderen Gruppen um Hilfe bat. WICHTIGER HINWEIS: seitens der Genossenschaft gab es strenge Auflagen, was erlaubt ist und was nicht! Leider darf ich weder Rankgitter noch ein Hochbeet o. ä. anlegen oder giftige Pflanzen (z. B. Lupinen) säen. Ich bin also leider in der Kreativität sehr eingeschränkt. Sonst sähe das Beet ganz anders aus! ;)