HAUPTBEITRAG

Wir, das sind Kai, Anke, Lara und Merle, möchten durch verschiedene Aktionen möglichst viele Insekten in unseren Hortus locken und der Vielfältigkeit bei uns an der Breede Platz geben. Wir möchten in kleinen Schritten aus dem Standardgarten einen erlebbare Fläche machen, genießen und vielleicht auch anderen dadurch Impulse geben. Wir freuen uns über jede Wildstaude und jedes bezogene Insektenhotel bei uns im Garten und was den Weg in die Nachbargärten findet und schon gefunden hat…

Die (Große) Breede summt. Jeder Quadratmeter zählt!

Projekte: Wir nutzen 2019 bisher fast jede freie Minute für unsere vielen kleinen Maßnahmen. Einige von ihnen werden vielleicht erst im nächsten Jahr oder noch später richtig zu erkennen sein. Das ist uns aber egal. Im Gegenteil. Wir sind inzwischen überwältigt, was und wie die Natur zurück zu uns kommt, wenn man ihr nur ein wenig Zeit und Platz lässt.

Wir fassen unsere Aktionen in drei Projekten zusammen. Insektenfreundliche Stauden und Samenmischungen, Wildbienen-Unterkünfte und Samen- und Staudentausch. Da es für uns nicht möglich war, diese in nur einen Bericht zusammen zu fassen, erstellen wir einen Hauptbericht (das ist dieser hier) und nutzen zusätzlich Verlinkungen zu drei weiteren, in denen wir im Wesentlichen noch ergänzende Fotos beifügen. Alle dargestellten Maßnahmen wurden von uns 2019 durchgeführt!

 

 

Projekt – Insektenfreundliche Stauden und Saatmischungen

Wir gestalten einige Bereiche unserer Rasenfläche nach dem Zebraverfahren um. Mehrere nur wenige Quadratmeter große Flächen werden umgegraben und mit unterschiedlichen Blumenwiesenmischungen eingesät. Die Mischungen sollen als zusätzliche Quelle für unsere Honig-Bienenvölker (Bienenkisten) und möglichst vielen Wildbienen dienen.

Die Vielfältigkeit der Flora in unserem Hortus erhöhen wir durch Integration von zahlreichen (größtenteils) heimischen Stauden in vorhandene und neue Blumenbeete, die wir extra dafür anlegen. Wir achten auf Blühzeiten und Vorlieben von unterschiedlichen Wildbienenarten. Blumenbeete Grenzen wir mit Totholz aus Birke oder anderen Laubhölzern ab.

Als Blickfang und Strukturelement erstellen wir z.B. die Steinpyramide mit Bienentränke und Sandarium. Die Pyramide ist schnell ein maßgebendes Element des südlichen Teils unseres Gartens. Für uns und für viele Insekten. Sie und die kleine Tränke trägt zur Vielfältigkeit im Hortus bei.

Erstmalig lassen wir andere Bereiche des ehemaligen Rasens wachsen und mähen nur erforderliche Wege. Wir möchten diese Flächen beobachten und nach und nach ausmagern und – wenn erforderlich – mit Blumen anreichern. Ebenfalls erstmalig wird ausschließlich mit Muskelkraft gemäht, was bisher (Stand Juli :-)) besser funktioniert als erwartet.

Nachfolgend aufgeführte Bereiche haben wir dieses Jahr gestaltet/umgestaltet. Die Lage der Bereiche ist im entsprechenden Grundriss über die Nummerierung nach zu vollziehen:

“1” – Zinkwanne nach NABU-Vorschlag

Wir bohren Ablauflöcher in den Boden der alten Zinkwanne, füllen zunächst eine Lage Kalk-Naturschotter ein, anschließend ein Sand-Bodengemisch. Gemäß des NABU-Vorschlags organisieren und pflanzen wir ein Moschusmalve, Blutstorchschnabel, Echte Katzenminze, Gewöhnliche Kugelblume, Polsterseifenkraut.

“2” – Kleiner Blühstreifen, Südseite, mit Totholz begrenzt

Wir entfernen einen schmalen Rasenstreifen, insgesamt immerhin ca. 1,5 Quadratmeter groß. Der Bereich wird mit Totholz abgegrenzt. In dem Bereich und am Totholz pflanzen wir mehrere Goldnessel, eine Goldgarbe und Rainfarn. Platz für eine fast schwarze Akelei ist ebenfalls. Zudem streuen wir Randstreifensaatgut mit Samen wie Buchweizen, Rainfarn-Phazelie und Schlüsselblume.

“3” – Steinpyramide mit Tränke, Sandarium und Totholz

Anfang Februar 2019 begannen wir, zunächst die Pyramide zu bauen. Zunächst hoben wir ein 40cm tiefes, kreisrundes Loch mit dem Durchmesser von 1,05m aus und füllten es 30cm mit Naturschotter, die letzten 10cm mit Weserkies (0-12mm Körnung). Anschließend stapeln wir die Bruchsteine zur kreisrunden Pyramide auf.

Im zweiten Step (März) legen wir auf der einen Seite ein Sandarium an. Hierfür mischen wir den Weserkies mit Lehmboden. Genau zum richtigen Zeitpunkt. Kaum fertig, ist schon die erste Sandbiene aktiv. Integriert im Sandarium sähen wir das Saatgut Schmetterlingsfreude sowie das o.g. Randstreifensaatgut aus.

Auf der anderen Seite legen wir eine Tränke an mit 80x80cm. Am Rand pflanzen wir u.a. die Schachbrettblume und den brennenden Hahnenfuß. Zur Deko verzieren wir mit Kies und einigen alten Tonziegeln.

Wir grenzen diesen Bereiches durch Totholz aus Birkenholzstämmen und im vorderen Bereich aus Eichenrinde ab. Sofort war und ist seitdem die Pyramide der Blickfang im Garten. Für uns und viele Insekten.

“4”-Kleewiese (und etwas mehr…)

Die Kleewiese im Süden unseres Gartens ist knapp 15 Quadratmeter groß. Den Schwedenklee habe ich schon 2018 gesät. Wir lassen diesen Bereich dieses Jahr erstmals wachsen. Stand Juni 2019 lassen wir insofern ein unglaubliches Meer an Kleeblüten zu, an denen sich nicht nur dutzende Hummeln tummeln sondern insbesondere in den Abendstunden auch unsere Honigbienen laben. Den Schwedenklee hatte ich bislang unterschätzt und nicht nur positiv bewertet. In Kombination mit anderen Maßnahmen einen solchen Bereich zu haben, bewerten wir inzwischen als echte Aufwertung unseres Konzepts.

(und etwas mehr) deshalb, weil wir es doch nicht ganz lassen konnten, dieses Jahr ein paar andere Samen in diesem Bereich zu verteilen. Ganz dezent, aber tatsächlich kommt an der einen oder anderen Stelle auch eine andere Blume zwischen dem Klee hervor.

(und etwas mehr) deshalb auch, da wir noch einen Echten Alant mitten in das Stück gepflanzt haben. Sonnig hat er es auf jeden Fall.

“5”-Blumenbeet und Fußwegstreifen

In diesem Blumenbeet entfernen wir Anfang 2019 auch die letzte Forsythie und scheiden die Kirschlorbeersträucher deutlich zurück. Das bringt viel Platz für zusätzliche Stauden, die wir zwischen den schon existierenden wilden Erdbeeren, Glockenblumen, Fingerstrauch und Astern etc. setzen. Auch ein Holunder und eine Zibarthe wurden im letzten Herbst gepflanzt. Folgende insektenfreundliche Pflanzen integrieren wir dieses Jahr in das Stück: Echtes Herzgespann, Ysop, Aufgeblasenes Leimkraut, Berg-Flockenblume, Dornige Bärenklaue, Hoher Lerchensporn, Huflattich, Phlox sowie die Vogel-Wicke. Zudem streuen wir noch verschiedenes Saatgut mit z.B. Kornblumen und Wegwarte ein.

“6”-Schattenwiese, ausgedünnt

Dieser Rasen-Bereich ist ca. 8 Quadratmeter groß. Wir lassen auch diesen Bereich erstmalig wachsen. Ziel ist es, langfristig abzumagern und stellenweise Blumen zu integrieren. Wir pflanzen direkt zu Beginn des Jahres vier Stauden der Großen Sternmiere, die super schön geblüht haben.

“7”-Blühzone Nord mit verschiedenen Flächen

=> Blühdreieck Konrad und Moni – Wir legen ein kleines gleichschenkliges Dreieck mit der Seitenlänge von ca. 1,0m an. Die Rasenfläche stechen wir vorher aus. Wir streuen eine Saattüte “Konrad und Moni” ein und verdichten.

=> Blühbereich Wittgenstein und Schotterbeet – Direkt neben der Schaukel gestalten wir einen ca. 4,5 Quadratmeter großen Bereich neu. Wir dünnen den Boden aus. Sand und Naturschotter geben dem Bereich einen neuen Flair. In der Mitte häufen wir alte Tonziegel aus dem 19. Jahrhundert an. Dies waren die Reste der gesinterten Ziegel der Kräuterspirale, die wir 2017 mauerten. In dem Beet streuen wir unterschiedliches Saatgut, jedoch relativ dünn und nur ergänzend zur Bepflanzung. Aus Süddeutschland organisierten wir sechs kleine Staudensetzlinge der echten (deutschen) Goldrute. Aus meiner alten Heimat Wittgenstein einige Wildpflanzen aus einer Böschungbepflanzung, wie z.B. ein roter Fingerhut und die wilde Möhre. Zudem setzen wir eine blaue und weiße Bergflockenblume, Oregano, Bohnenkraut sowie einen Storchschnabel Rose Clair und scabiosa caucasia. An dem individuellen Rankgitter (kombiniert mit antikem Gartenwerkzeug) setzen wir die Weinrebe Lakemont und binden einen Hopfen hoch.

=> Blühbereich Nordseite an den Biberhölzern – über eine Länge von etwa 2m magern wir einen Streifen von ca. 70cm aus und streuen unterschiedliches Saatgut aus. Zudem Pflanzen wir eine Scharfgarbe. Hinter dem Streifen haben wir Birkenholzstämme als Totholz, die von einem Biber abgenagt wurden, senkrecht als Gestaltungselement in den Boden gesteckt. Der Sanddorn überragt inzwischen den Bereich. Im Juni setzen wir noch 20 Sonnenblumenkerne in den Bereich.

“8” – Schotter-Staudenstreifen

Wir finden noch einen schönen Platz an der Robinienholzschaukel für ein kleines Beet der besonderen Art. Ca. 1,0×0,40m. Wir dünnen den Lehmboden aus. Die oberen 10cm bedecken wir mit Kalk-Naturschotter. Wir pflanzen das Hohe Bergbohnenkraut, zwei unterschiedlich farbige Anis Ysop, Hohes Herzgespann und Färber Amaranth.

“9”-Blühstreifen Eingang Nord

Wir gestalten einen schmalen, gebogenen Pfad vor dem Nordeingang. Westlich des Pfades haben wir in den letzten Jahren ein Staudenmeer geschaffen. Östlich des Pfades ist noch für ca. 2-2,5 Quadratmeter Platz für eine Einsaat. Buchweizen, Weißer Senf, Kornblume, Rainfarn-Phazelie und vieles mehr ist im Saatgut. Natürlich magern wir den Streifen vorher aus. Hier ist sehr schnell zu erkennen, dass die Samen gut keimen. Wir pflanzen noch einen kleinen Himbeer-Strauch, dessen erste Beeren am 17.06. geerntet werden. Damit ist der Nordeingang, der an einen Feldweg grenzt, nicht wieder zu erkennen. Schon im Mai fangen die ersten Blumen an zu blühen und begrüßen viele Bienen und Hummeln.

“10”-Kleine Saatfläche an der Kräuterspirale

Wir entfernen auf einem halben Quadratmeter vor der Kräuterspirale am kleinen Teich den Rasen und sähen dort Kornblumenblau und Jungfer im Grünen ein. Da unsere beiden Labradore regelmäßig zur Tränke gehen, basteln wir mit getrockneten Halmen einen eher optischen Schutz.

“11”-An der Ligusterhecke

Wir gestalten noch ein kleines Element. Ausgedünnter und mit Sand und Kies durchsetzter Boden wird zwischen die Natursteine geschüttet. Die Fläche liegt relativ schattig und war bislang unbepflanzt. Sie ist nur 0,5×0,5m groß. Wir pflanzen Gundermann, das rote Lungenkraut und die Wilde Rauke. Liegt ja direkt neben der großen Kräuterspirale…Als Dekoelement stecken wir eine Mistgabel (mit abgebrochenem Stiel) zwischen die Pflanzen, Dachziegel aus Ton und ein paar Scherben eines Tontopfes finden ebenfalls den Weg. Nicht nur Deko, auch Versteckmöglichkeiten für Kleingetier.

Sonstiges

Wir verzichten dieses Jahr erstmalig komplett auf unseren Benzin-Rasenmäher und mähen mit dem Spindelrasenmäher. Das funktioniert bisher sehr gut, zumal wir die Mähfläche reduziert haben und den Rest stehen lassen. (s.o.) Inzwischen hat Kai nach einem Dengel- und Sensenkurs im Freilichtmuseum Detmold schon erste kleine Einsätze gehabt.

Wir setzen zusätzliche wildbienenfreundliche Stauden an unterschiedlichen Stellen im Garten (siehe auch Pflanzliste) und lassen einheimischen Pflanzen Raum, wie beispielsweise eine Wildrose, die sich im NE selbst ausgesät hat. Auch die Brennessel ist bei uns zu finden.

Unten wird der Hauptbericht mit der Beschreibung des nächsten Projekts fortgeführt. Weitere Fotos zum Projekt “Insektenfreundliche Stauden und Saatmischungen”? Dann bitte hier für weitere Fotos klicken:

Die Breede summt – Insektenfreundliche Stauden und Saatmischungen

 

 

Projekt – Wildbienen-Unterkünfte

Neben Vielfältigkeit in der Flora möchten wir Insekten auch mehr Unterkunftsmöglichkeiten anbieten. Inspiriert gingen wir deshalb schon im Winter daran, mehrere kleine und mittelgroße Insektenhotels zu bauen und aufzustellen. 2-3 schon vorhandene, jedoch unsachgemäße Baumarkthotels entkernten wir komplett und befüllten diese neu mit selbst geschnittenen Halmen und Röhrchen sowie Ton und eigens organisierten Biberschwanzziegeln. Zusätzlich ergänzten wir die selbst gebauten Hotels über gekaufte Hotels sowie präparierte Eichenholzbalken. Ein Sandarium an der Steinpyramide und ein Palettenhotel mit integrierten Blumenbeeten runden unser diesjähriges Wildbienen-Unterkunftsprojekt ab.

Alle dargestellten Maßnahmen wurden von uns dieses Jahr vorgenommen! Im Einzelnen haben wir folgende Unterkünfte geschaffen bzw. aufgebaut. Die Lage ist in dem zugehörigen Grundriss über die Buchstsbenzuordnung nach zu vollziehen:

“A”-Insektenhotels am Schwedenhaus

Das Schwedenhaus ist unser erstes Insektenhotel-Zentrum. Insgesamt verteilen sich 18 kleine bis mittelgroße Hotels auf die Nord-, West- sowie Südseite des kleinen Schuppens auf. Diese haben wir teilweise selbst erstellt, als Fertigsätze zugekauft oder aber auch drei vorhandene Baumarkthotels entkernt und neu befüllt. Begonnen haben wir hiermit an den dunklen Dezember- und Januar-Abenden.  Am 17.06.2019 zählen wir die gefüllten Röhren durch.

Insgesamt sind in den 5 kleinen Hotels auf der Nordseite des Schwedenhauses 67 Gänge/Löcher/Röhrchen geschlossen. (3-9mm)

Insgesamt sind in den 7 kleinen Hotels auf der Westseite des Schwedenhauses 101 Löcher/Röhrchen geschlossen (3-10mm).

Insgesamt sind in den 7 kleinen Hotels im Süden des Schwedenhauses 151 Löcher/Röhrchen geschlossen (3-8mm).

Nach dem 17.06. werden insbesondere die kleineren Löcher gefüllt. Viele kleine Wildbienen und Wespenarten nutzen die Behausungen intensiv.

“B”-Nisthilfe mit MDF-Platten, Ostseite

Wir integrieren zu den festgezurrten MDF-Platten noch Bieberschwanzziegel mit kleinen Löchern (die auch schnell belegt sind). Zwei weitere Ziegel schützen vor starkem Regen.

“C”-Eichenholzbalken mit Bohrungen, Südseite

Zwei Eichenholzbalken mit schönen Verzierungen und unterschiedlich großen Bohrungen werden von uns über einen Stahlanker im Boden befestigt. Ein toller Blickfang für alle Interessierten, die an unsere Haustür kommen.

“D”-Brombeer- und Holunderstäbe, Südseite

Wir befestigen die Naturstäbe am Gartenzaun. Sie stehen senkrecht und haben einen deutlichen Abstand voneinander.

“E”-Umbau eines NABU-Hotels mit nachträglich hinzugefügtem Birkenrindendach, Südseite

Das NABU-Hotel wird von uns neu mit Naturröhrchen belegt. Da kein Regenschutz für das kleine Hotel vorgesehen war, lassen wir uns etwas besonderes einfallen. Wir haben noch Birkenrinde von anderen Maßnahmen übrig. Wir legen diese in warmes Wasser. Bei ca. 60Grad lässt sich diese leicht zu einem Dach verformen. Schnell nageln wir sie fest und schon ist das Naturdach fertig. Wir befestigen das Hotel am Kugelahorn auf der Südseite. Einflugschneise gen Osten.

“F”-Hummelburg

Die Hummelburg aus Ton von der Fa. DENK stellen wir geschützt unter den Flieder neben den gelben Sonnenhut. Die blaue Eingangsöffnung ist gen Südosten gerichtet und einsehbar. Freier Anflug möglich!

“G”-Sandarium, Südseite

Wir heben neben der Steinpyramide bis ca. 40cm Boden aus, dann stoßen wir auf eine harte Lehmbodenschicht. Wir füllen die Grube mit einem eigens angemischtem Lehmboden und Kiesgemisch auf und verdichten lange und ausgiebig. Die Randbereiche sähen wir mit Saatgut ein. Schon einen Tag später findet eine Sandbiene den Weg. Siehe hierzu auch das entsprechende Foto!

“H”-Eichenholzbalken mit Holzwurmgängen

Wir betonieren einen über 2,25m langen, unbehandelten Eichenholzbalken ein. Hierzu graben wir im Bereich  der Rundbank am Kirschbaum ein 40cm tiefes Loch, füllen zunächst etwas Naturschotter ein. Der Balken wird fixiert und einbetoniert. Über den Beton füllen wir noch ein Sand-Erdegemisch auf. Der Balken weist den Fußweg zur Nordseite. Das Besondere an ihm: Er ist durchsetzt mit zahlreichen Bohrwurmlöchern. Wir Schrauben den Deckel eines Zinkeimers als Regenschutz fest und hoffen, dass die Gänge von Insekten benutzt werden.

“I”-Hotel Nistblock, Westseite

Anke befestigt den zweiten MDF-Plattenblock testweise unter dem großen Kugelahorn auf der Westseite.

“J”-Eichenholzbalken mit Bohrungen und Nachttopf als Regenschutz

Aufgrund des großen Andrangs am Schwedenhaus entscheiden wir uns kurzfristig, einen über das Internet organisierten Eichenholzbalken in einer Familienaktion einzubetonieren. Wir bohren einige Löcher nach und schleifen die Oberfläche ab. Als Regenschutz dient ein alter Nachttopf.

“K”-Integriertes Hochbeet mit Insektenhotel, Paletten-Konstruktion

Wir beginnen im Mai mit dem nächsten Projekt. Ein integriertes Hochbeet mit Insektenhotel. Schnell sind die Paletten (Restbestände) organisiert, Ausschnitte erstellt und diese anschließend mit einer Teichfolie ausgestattet. Schöne Blumen wie die echte Katzenminze, Wurze, Ysop, Storchschnabel, Polsterglockenblume etc. werden gepflanzt. Dann beginnen wir, das Hotel zu befüllen. Holzstücke mit Bohrungen, Töpfe mit Lehm,  gebrannte Tonquader, Schilfröhrchen und vieles mehr wird von uns eingestapelt. Auch wenn wir noch nicht ganz fertig geworden sind: Kleinere Insekten nutzen schon jetzt das Angebot. Für die Mauerbienen und Co. haben wir ja noch etwas Zeit, die letzten Feintuning- und Schutzmaßnahmen vorzunehmen.

Sonstiges

Wir sind begeistert über den Erfolg. Fast alle Unterkünfte wurden gut angenommen. Die Wildbienen haben sich wohl gefühlt und uns einige tolle Momente der Beobachtung beschert. Für uns war schnell klar, dass die Natur sich dankbar zeigt. Man braucht ihr nur die Hand zu reichen. In diesem Fall kleine Unterkünfte. Hunderte von Röhrchen werden gefüllt. Wir hoffen, dass viele Insekten heranreifen und überleben. Gegen Angriffe von Vögeln treffen wir an bestimmten Hotels noch Maßnahmen und spannen ein Drahtgitter. Die Öffnungen des Gitters werden gerade so groß gestaltet, dass ein Einflug für die Bienen erleichtert wird, die Vögel aber nicht an die Nahrung kommen.

Da uns diese Aktion besonders begeistert hat und wir gerne die vielen tollen Momente teilen möchten, haben wir den Hauptbericht ergänzt. Weiter unten geht es mit dem Hauptbericht weiter (Projekt 3, Samen- und Staudentausch). Weitere Fotos zu dem Projekt “Wildbienen-Unterkünfte”?  Dann bitte den Link für weiteren Fotos klicken:

Die Breede summt – Wildbienen-Unterkünfte

 

 

Projekt – Samen- und Staudentausch

Unser Haus grenzt an einen kleinen, öffentlichen Fußweg. Gute Gelegenheit, eine Samentauschbox an unserem Zaun aufzuhängen und Impulse zu geben. Wir befüllen diese Box regelmäßig mit Samen und Stauden (in der Regel) aus unserem Garten. Lara und Merle sorgen seitdem für die regelmäßige und jahreszeitliche (Um-)Gestaltung. Es gibt inzwischen Erweiterungsflächen auf unserem Grundstück und tolles Feedback…

“I”-Samen – und Staudentauschbox

seit Anfang des Jahres am Zaun am Fußgängerweg. Hier fanden folgende insektenfreundliche Dinge einen Abnehmer – wer wollte, spendete etwas.

Stauden aus unserem Garten, unterschiedlichste Samen aus unserem Garten, Samenmischungen, Bienenhotels, Glückskekse, Aufkleber (Ackergifte, nein Danke!), wissenswerte Bröschüren und vieles mehr.

“II”-Stauden zum Mitnehmen

Aster, Storchschnabel, Akelei, Liguster, Fenchelstaude – nur ein paar Stauden erwähnt, die wir zum Mitnehmen an den Fußweg stellen. Ganz toll ist, dass wir die Blumen in alte Tontöpfe setzen können. Diese Töpfe haben wir uns kostenlos aus einer alten Gärtnerei, die sich aufgelöst hat, besorgt.

Weiter unten geht es mit dem Hauptbericht weiter.  Weitere interessante Fotos zum Projekt Samen- und Staudentausch bitte den Link klicken:

Die Breede summt – Samen- und Staudentausch

 

Aktions-Bilder

Nachher-Bilder

Gartenstrukturen

Quadratmeter

450 m²

Pflanzliste

Diese (und einige mehr) Pflanzen haben wir 2019 gepflanzt:

Schneeglöckchen, Moschusmalve, Blutstorchschnabel, Echte Katzenminze, Gewöhnliche Kugelblume, Polsterseifenkraut, Pfeffer-Minze, Goldnessel, Goldgarbe, Rainfarn, Akelei, Schachbrettblume, Brennender Hahnenfuß, Färber Amaranth, Anis-Ysop, Berg-Bohnenkraut, Rotes Lungenkraut, Wilde Rauke, Gundermann, Echte (deutsche)Goldrute, roter Fingerhut, wilde Möhre, blaue und weiße Bergflockenblume, Oregano, Bohnenkraut, Storchschnabel Rose Clair, scabiosa caucasia, Weinrebe Lakemont, Hopfen, Scharfgarbe, Himbeerstrauch, Brombeerstrauch, Echte Alant, Große Sternmiere, Weißblühende Spornblume, Echtes Herzgespann, Ysop, Aufgeblasenes Leimkraut, Dornige Bärenklaue, Hoher Lerchensporn, Nesselblättrige Glockenblume, Huflattich, Phlox sowie die Vogel-Wicke, Kugeldistel, Flockenblume und Schwarze Flockenblume.

Wir säen unterschiedliches Saatgut, wie z.B.: Randstreifensaatgut, Konrad und Moni, Schmetterlingsfreude, verschiedenes Blumensaatgut von NABU (z.B. Dankeschön!). Hierin sind u.a. folgende Blumen enthalten: Kornrade, Kornblume, Acker-Ringelblume, Wilde Möhre, Wilde Karde, Acker-Vergissmeinnicht, Nachtkerze, Klatschmohn, Hasenklee, Rotklee (Inkarnatklee), Hornklee, Echtes Barbarakraut, Acker-Schöterich, Rainfarn-Phazelie, Wiesen-Witwenblume, Sonnenblume, Borretsch, Kapuzinerkresse, Inkarnatklee, Sommerwicke, Buchweizen, Tauben-Skabiose, Wiesen-Flockenblume, Echter Steinklee, Wegwarte, Moschus-Malve, Färber-Kamille, Weißer Senf, Schafgarbe, Wilder Majoran, Wiesen-Storchschnabel oder auch gezieltes Saatgut (einzeln gesät) wie z.B. Jungfer im Grünen, Klatschmohn, Gelber Hornmohn, Scharfer Mauerpfeffer und einiges mehr.

Projekt Samen- und Staudentausch: Insgesamt wurden über 200 Samentütchen und 25 Stauden mitgenommen. Broschüren, Aufkleber, kleine Insektenhotels fanden ebenfalls interessierte Abnehmer. Beispiele für unsere Samentütchen. Die Samen wurden sortiert, manches Mal auch in Mischungen zusammengestellt. Sommermischung Breede u.a. mit unterschiedlichen Sonnenhutarten, Sonnenbraut, Margerite, Lavendel, Gemeiner Wasserdost, Wilde Karde, Königskerze, Fenchelstaude; Frühlingsmischungen mit z.B. Glockenblume, Akelei, Gartenziest; Herbstmischungen mit unterschiedlichen Asterarten. Favorisierte Blumen war der Storchschnabel, die Fenchelstaude und die hohe, weiße Aster.

Weitere ergänzende Fotos finden sich jeweils in den oben verlinkten Einzelberichten. Diese sind als Ergänzung zu dem Hauptbericht zu verstehen.

Informationen zur Gruppe

Aus der Idee wurde schnell eine tolle Familienaktion, die verbindet. Uns und uns mit der Natur. Kai, Anke, Lara und Merle. Seitdem Anke (naturnah) imkert, rückt die Natur immer mehr in unseren Fokus. Über die Honigbienen entwickelt sich der Blick bei uns für die noch vielfältigere Welt der Wildinsekten. Deshalb ist unsere Familie unsere Gruppe... Merle - mit sieben unser Küken... Lara - im Juni 14 geworden und kreativ... Anke - seit Anfang letztem Jahr Imkerin und Impulsgeberin... Kai - der Wildbienen-Pate und Organisator... Viele diverse Maßnahmen sind unser Konzept. Und ganz zum Schluss: Letzte Woche waren die Kinder der OGS in den Ferien in unserem Hortus. Jeweils 15 Kinder waren pro Tag da und durften die Welt der Honig- und Wildbienen entdecken. An drei Tagen organisierte Anke die jeweils vier Stunden. Folgendes stand auf dem Programm: Dosenhotels bauen für Wildbienen, Wabenhonig verkosten, Bienen streicheln (Wildbienen), kleine Wachswerkstatt, Geschichten über Wildbienen, Nistverschlüsse entdecken und erkennen, Blumen und Bienenweiden zeichnen, Phänomenologie der Honigbiene und Spiele zur Blütenstetigkeit, Kennenlernen des "Wildnis-Kaugummis" vom Wabenhonig, Kennenlernen verschiedener Wildbienenbehausungen. Die Kinder waren begeistert. Es wurden viele Insekten entdeckt, nicht nur Bienen und Schmetterlinge. Über die Honigbiene wird das Interesse für alles, was "kreucht und fleucht" sehr gut geweckt.