Pflanzwettbewerb
„Wir tun was für Bienen!“
Bepflanzte Fläche: 422.758 m²

Ein kleines Stückchen Wiese neben einer Einfahrt...
Was kann ich aus dieser langweiligen und stiefmütterlich behandelten Fläche machen? Wie kann ich dieses wirklich kleine Fleckchen zum Leben erwecken und nützlich werden lassen für die Natur? Wie ist es möglich auf nur 16 m² Vielfalt zu fördern?
Ein Stück Rasen wird für mich zur Freude spendenden Herausforderung und macht unter dem Aspekt des Upcycling eine spannende Entwicklung, zu der ich euch gerne mitnehmen möchte.

Vor zwei Jahren habe ich bereits mit einem anderen Teil unseres Grundstückes am Pflanzwettbewerb teilgenommen, der inzwischen als Hortus In Anguli nach dem 3-Zonen-Modell nach Markus Gastl eingetragen ist.                   https://wettbewerb.wir-tun-was-fuer-bienen.de/eintrag/es-begann-mit-einem-insektenhotel/

Mein Ziel ist es, in meinem neuen Projekt Strukturen zu schaffen, die es in meinem Hortus bislang noch nicht gibt. Und natürlich mag ich damit auch gerne Nachbarn, Freunde und Vorbeikommende inspirieren 😊.

Resumée am 31. Juli 2020:
Der Wandel ist gelungen. Fast alle Pflanzen haben sich gut eingelebt, ihre Blüten werden fleißig von Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten besucht. Bodennistende Bienen haben sich eingefunden. Auch die Käferfraßgänge im Totholz werden besiedelt. In den Verstecken zwischen den Steinen leben zahllose Spinnen. Das Sumpfbeet spendet Feuchtigkeit und Baumaterial, wenn es nicht gerade trocken gefallen ist. Eine Wasserschale löscht den Durst.  Ob der Käferkeller wohl schon bewohnt ist?
Ich hab nun einen neuen Lieblingsplatz auf der Bank, die mein Mann mit einem neuen Anstrich versehen hat. Kein Tag vergeht, an dem ich mich nicht hier hinsetze und genieße. Manchmal setzt mein Mann, den ich von der ganzen Aktion erst überzeugen musste, sich zu mir und bestaunt mit mir das Leben in diesem zuvor so toten Stückchen Land.

Standort

66450 Bexbach

Aktions-Bilder

Nachher-Bilder

Anzahl der Projektbeteiligten

4

Quadratmeter

ca. 3 x 5,4 m

Pflanzliste

Mageres Sandbeet: Verschiedene Hauswurzen und Sedum, Moossteinbrech, Heidenelke;

Mageres rotes Splitbeet: Verschiedene Hauswurzen und Sedum, Sandnelke, Karthäusernelke, Thymian, wilder Majoran, Wollziest, Skabiosen-Flockenblume, Indianernessel;

Hügelbeet: Brauner Storchschnabel, Skabiosen-Flockenblume, Heilziest, große Sterndolde, kriechender Günsel, gewöhnliche Gundelrebe, wilder Majoran, Storchschnabel Rozanne, etliche Blumenzwiebeln als Frühblüher;

Sumpfbeet: Sumpfdotterblume, Baldrian, Blutweiderich, gelbe Gauklerblume, Sumpf-Blutauge, Kuckucks-Lichtnelke;

Umgebung Sumpfbeet: Pfennig-Gilbweiderich, Fingerhut, Schachbrettblume, Schwarznessel, pfirsichblättrige Glockenblume, breitblättrige Platterbse, Grasnelke, Farn, Borretsch;

Waldbeet: Wald-Geißbart, ausdauerndes Silberblatt, Frauenmantel, Hängepolster-Glockenblume, Christrose, Fingerhut;

Inzwischen selbst eingefunden: gewöhnlicher Hornklee, Feldklee, Schafgarbe, Rainfarn, gewöhnlicher Acker-Frauenmantel, kleinblütiges Weidenröschen, quirlblättriges Mädchenauge, Acker-Stiefmütterchen, Acker-Vogelknöterich;

Informationen zur Gruppe

Eine feste Gruppe gibt es nicht, doch ich hatte bei Bedarf helfende Hände. Mein Mann holt Material mit mir ab, ein Freund bringt mir Steine von seiner Baustelle, ein Mann die große Weidenwurzel von seinem Grundstück, weil unser Hänger dafür zu klein ist, meine Freundin Petra stärkt mich zwischendurch mit Kaffee, meine Hortus-Freundin Serap macht Fotos für mich, .... Bildungsarbeit heißt für mich Aufklärung und Gespräche mit Freunden, Nachbarn und Vorbeikommenden über mein Projekt. Seit kurzem gibt es am bereits vor zwei Jahren umgebauten Gartenteil am Bürgersteig eine Infotafel. Danke an meinen Mann, der mich mit dem Bau überrascht hat 💚! Im Gepäckkörbchen eines alten Fahrrades biete ich unter dem Motto "Natur zu verschenken" im Garten anfallende Ableger an. Bald kommt noch eine Auswahl an Wildblumensamen aus dem eigenen Garten dazu. Fotos hierzu gibt es bei den nachher-Bildern. Für das nächste Jahre strebe ich eine Teilnahme am Tag der offenen Gartenpforte an, in dem wir hoffentlich die Corona-Krise hinter uns haben.