Pflanzwettbewerb
„Wir tun was für Bienen!“
Bepflanzte Fläche: 832.009 m²

Der CampusGarten wurde als gemeinschaftliches Urban Gardening Projekt Ende 2016 vom studentischen Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit Studierendenvertretung der Universität Würzburg mit viel Körperkraft und Herzblut initiiert und aufgebaut. Auf etwa 2.000 Quadratmetern bauen dort um die 100 Studierende und Uni-Angehörige mit oder ohne Gartenerfahrung voller Leidenschaft selbstgezogenes Gemüse an. Die Gemüsebeete sind nach den Prinzipien der Permakultur eingebettet in vielfältige Biotop-Strukturen wie Teiche, Sandflächen, Heckensäume, Blühwiesen oder Totholz-Haufen. Der Garten wurde 2016, 2018 und 2020 als UN-Dekade Projekt Biologische Vielfalt ausgezeichnet und bekam 2017 als erstes Projekt den Fürst zu Castell-Castell Preis für Nachhaltigkeit der Universität Würzburg verliehen. Mit seinem fundierten theoretischen Konzept sowie dem großen Zulauf von Interessierten ist es eines der erfolgreichsten derartigen Projekte in Deutschland. Über verschiedene Zertifikate ist der Garten auch in das Lehrangebot der Universität eingebunden. Zudem besteht über die Initiative Lebendiger Campus Anschluss an die Forschung des Biozentrums.

Von Anfang an als ein Projekt auf Zeit umgesetzt, muss der Garten im Jahr 2022 einer Baustelle weichen. So wurde gemeinsam mit der Unileitung eine neue Fläche für den Garten 2.0 gefunden, die seit Januar 2022 zu einem bunten, vielfältigen Garten mit finanzieller Unterstützung der JMU umgestaltet wird.

Der neue CampusGarten (oder auch CampusGarten 2.0) basiert wie sein Vorgänger auf dem Konzept des 3-Zonen Gartens des mit der bayerischen Staatsmedaille für Umweltschutz ausgezeichneten Geographen Markus Gastl. Das mehrfach ausgezeichnete Modell kombiniert die Vorteile der beiden Konzepte Permakultur und Naturgarten. Dadurch entsteht ein geschlossenes, besonders ressourcenschonendes Kreislaufsystem, welches menschliche Nutzung und Förderung der Biodiversität miteinander vereint. Neu ist die Anlage in Form von Kräuter-Erdwällen mit Retentionsmulden. Die Wälle dienen primär als Windschutz auf dem offenen Hublandgelände. Jeweils am Anfang und am Ende wird ein großer Nuss- oder Obstbaum gepflanzt. Die Südseite der Wälle wird als Trockensteinmauer aufgebaut und mit wärmeliebenden Kräutern bepflanzt. Die Nordseite wird mit stickstofffixierenden Kleinsträuchern als Schattenspender und einer Leguminosen-Untersaat begrünt. Ihr vorgelagert befindet sich eine mit Beerensträuchern bepflanzte Retentionsmulde, um Niederschläge länger auf der Fläche zu halten („Hugelkultured-Swale-System“). In den geschützten Bereichen zwischen den Wällen wird das Gemüse angebaut.

Die grobe Geländemodellierung wie Anlage der Wälle und Ausheben der Löcher für die Teiche wurde mit Hilfe von großen Maschinen wie Bagger vorgenommen. Danach hieß es selbst anzupacken: Jeden Samstag und teilweise auch Sonntag sowie an Abenden unter der Woche fanden Arbeitseinsätze von Studierenden auf dem Gelände statt, die gemeinschaftlich Steine geschleppt, Schotter und Sand geschaufelt, über 500 Bäume, Sträucher und Stauden gepflanzt, Teiche gebaut, Blumenwiesen vorbereitet und eingesät, und vieles mehr in ihrer Freizeit zur Anlage der Biotop-Flächen getan haben. Parallel wurden die ersten Nutzbeete an interessierte vergeben – mittlerweile sind alle 50 Beetparzellen vergeben. Die Kostenplanung, das Bestellen der Materialien, die Planung der Einsätze und Koordinierung der Arbeiten wurden in ehrenamtlicher Tätigkeit von einer Orga-Gruppe des RefÖko übernommen.

Standort

97074 Würzburg

Vorher- & Nachher-Bilder

Heimische Pflanzen

Pflanzliste

Bei über 500 verschiedenen gepflanzten Bäumen, Sträuchern und Stauden haben wir leider den Überblick verloren… 😉

Gartenstrukturen

Aktionsbilder & Infoarbeit

Jubelbilder

Fläche

2000 m²

Anzahl der Projektbeteiligten

100

Informationen zur Gruppe

Am Projekt beteiligt sind zahlreiche Studierende der Universität Würzburg, die gerne gärtnern. Geleitet wird das Ganze vom Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit der Universität Würzburg. Über uniinterne Verteiler, das Internet und Mundpropaganda haben sich zahlreiche Gärtner*innen zusammengefunden.