Pflanzwettbewerb
„Wir tun was für Bienen!“
Bepflanzte Fläche: 418.001 m²

Projektbeschreibung Bienen

 

Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“ (Zitat Albert Einstein, 1949).

 

 

Elif Ekinci + Gabriele Frank-Kucera

Alter-Wetzlarer-Weg 59

35392 Gießen

Tel: 0641 / 250 13 15

 

Gliederung

    • Themenbegründung
    • Zielsetzung
    • Wie wir gemeinsam mit den Kindern vorgegangen sind
    • Einbindung der Kinder in das Projekt
    • Gesprächskreise über die Bienen
    • Fragen bei Gespräche über die Bienen
    • Pflanzaktion
    • Medienpädagogisches Projekt
    • Beteiligung der Kinder im Medienpädagogischen Bereich
    • Zielsetzung Medienpädagogik
    • Förderung der verschiedenen Kompetenzen während des medienpäd. Projektes
    • Weiter Aktivitäten zum Thema Bienen
    • Bilderbuchbetrachtungen
    • Lied und Fingerspiel
    • Hauswirtschaftliche Tätigkeiten
    • Brot backen
    • Einkaufen und Honig-Plätzchen backen
    • Kreative Aktivitäten
    • Weitere Lernerfahrungen der Kinder über die Bienen
    • Projektmappe Kinder
    • Elternarbeit
    • Projektreflektion

Themenbegründung:

Im Außengelände und im Gruppenraum konnten wir viele Bienen und Wespen beobachten. Besonders im Außengelände wurden viele Kinder während Spielens von Wespen gestochen. Dabei hatten sie Schmerzen und haben Angst bekommen. Die Schmerzen konnten wir als Fachkräfte durch Kühlen und Trösten lindern. Um Ihnen die Angst zu nehmen, haben wir uns mit den Kindern dazu entschieden, ein Projekt über Bienen durchzuführen.

 

Auf diese Weise wollten wir den Kindern die Bienen näherbringen und ihnen auf spielerische Weise die Angst vor ihnen nehmen. Auch sollten die Vorurteile abgebaut und die Unterschiede zwischen den ähnlichen aussehenden Bienen, Wespen und Hornissen vermittelt werden Dazu wollen wir den Kindern die Bedeutung der Bienen für unser ökologisches System vermitteln.

 

Zielsetzung:

Die Natur- und Umweltbegegnung ist ein Bestandteil der Gesamterziehung in unserer Einrichtung. Wir sehen die Umweltbildung als einen wichtigen Bildungsauftrag in unserer Einrichtung, Wir möchten, dass die Kinder die Zusammenhänge zwischen Natur und Menschen kennen lernen.

Die Bienen haben eine wichtige Aufgabe in unserem Ökosystem. Sie fliegen

zu den Blüten, um Nektar zu sammeln, und bestäuben dabei die Blüten.

Die Pflanzen brauchen einen Bestäuber, um ihre Pollen zu verbreiten, und sich so zu vermehren. Die Bienen und die Pflanzenwelt bilden eine Symbiose: Ein Teil könnte ohne den Anderen nicht überleben, auch wir Menschen nicht. Wir möchten den Kindern durch die praktische Erfahrungen und Entdeckungen die ökologischen Zusammenhänge vermitteln.

Wie wir gemeinsam mit den Kindern vorgegangen sind:

Von Beginn an haben wir den Kindern genügend Zeit und Gelegenheit zum Beobachten, Forschen und Experimentieren gegeben. Die Materialien die wir benutzen, sollten das Interesse der Kinder wecken und von der Handhabung einfach und ihrem Alter angemessen sein. Wir stellen den Kindern Fragen, die sie zum Nachdenken anregen. Auf die Erklärungen und Ergebnisse sollen sie dann durch Beobachten, Erforschen und Experimentieren selbst kommen.

Wichtig ist uns, dass die Kinder in der täglichen Arbeit wie bei den verschieden Projekten partizipieren. Sie können sich so mit ihren Bedürfnissen, Ideen und Wünschen im Kindergartenalltag mit einbringen und damit das Gruppengeschehen und die Projekte zu beeinflussen. Dadurch dass die Kinder in Entscheidungen mit einbezogen werden, fühlen sie sich ernst genommen. So bietet der Alltag den Kindern viele Möglichkeiten der Mitbestimmung.

Die Kinder konnten frei entscheiden, ob sie unsere Exkursionen und sonstigen Aktivitäten mitmachen. Jeder nach seinen Fähigkeiten, persönlichen Neigungen, Fähigkeiten und Kapazitäten mit einbringen.

 

Einbindung der Kinder in das Projekt:

Die Kinder hatten verschiedene Fragen, auf die wir gemeinsam Antworten suchten.

Um Antworten auf diese Fragen zu finden sind wir folgendermaßen vorgegangen.

Gesprächskreise über die Bienen

Für Dialoge mit den Kindergruppen im Kinderhaus pflegen wir den Gesprächskreis als ein zentrales Element. Wir motivieren sie, sich so weit wie möglich an ihnen zu beteiligen. Dabei erfahren wir viel über die Themen, Interessen und Fragen, die sie beschäftigen. Sie können so ihre Gefühle, Meinungen, Gedanken und Erlebnisse äußern. Die Kinder erfahren dadurch Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Ebenfalls lernen sie Anderen zuzuhören und Meinungen anderer zu tolerieren.

In den verschiedenen Gesprächskreisen wurden die Fragen der Kinder besprochen und anhand verschiedener Wissensstände der Kinder und Büchern beantwortet.

 

Fragen bei Gesprächen über die Bienen umfassten auszugsweise:

Wofür braucht die Natur Bienen?

Wo leben sie?

Was essen Bienen?

Wieso sammeln sie Blütennektar?

Wir machen sie den Honig?

Wofür brauchen sie den Honig?

Wie bauen sie Waben?

Wie machen sie Bienenwachs?

Sind Bienen "aggressiv"?

Wie sollen wir uns verhalten, wenn eine Biene auf uns fliegt?

Und einige mehr

Lernerfahrungen: Fördern der Ausdrucksfähigkeit, der Kommunikationsfähigkeit, des Gemeinschaftssinnes und Erforschung des kommunikativ-sozialen Aspekts der Sprache. Gesprächsregeln kennenlernen und anwenden.

Pflanzaktion

Wir haben gemeinsam mit den Eltern und den Kindern unsere Hochbeete, Blumenbeete und Blumentöpfe mit bienenfreundlichen Pflanzen bepflanzt. Wir haben erst mal überlegt, wie machen wie unseren Garten bienenfreundlich? Wo ist bei uns mehr Schatten und wo ist es sonniger, denn die verschiedenen Pflanzen haben verschiedene Ansprüche. Wir wollten wenn möglich auch Pflanzen kaufen damit zwischen März und Oktober immer etwas blüht. Anschließend sind wir sind in ein Fachgeschäft gegangen und haben uns über Bienenfreundliche Pflanzen beraten lassen und dann sie dort gekauft.

Wir trafen uns an einem Samstag mit den Eltern und den Kita-Kindern, um die Beete, Töpfe und Hochbeete zu bepflanzen. Als erstes haben sich die Eltern mit einem Frühstück gestärkt, welches die Erzieherinnen vorbereitet hatten.

Danach wurde mit viel guter Laune gegraben, gejätet, die Beete mit neuer Erde befüllt, damit die Pflanzen auch gut wachsen können usw. Auch die Sträucher und mehrjährigen Pflanzen wurden zurück geschnitten und vom Unkraut befreit. Unsere Insektenhotels wurden repariert und sahen danach wieder schön aus. Es war ein sehr schöner Tag bei dem die Eltern, Kinder und die Erzieherinnen hatten viel Freude und Spaß am gemeinsamen „tun“ hatten und wir alle die Gewissheit hatten etwas Positives für die Bienen und unsere Umwelt getan zu haben.

Medienpädagogisches Projekt

Da wir regelmäßig im Kinderhaus medienpädagogische Projekte anbieten, hatten die Kinder die Idee, einen Film über die Bienen aufzunehmen. Sie wollten den Zuschauern vermitteln, dass man vor Bienen keine Angst haben braucht. Sie überlegten sich, dass ein Kind die Biene darstellen sollte, die den anderen Kindern ihr Leben als Biene erklärt.

 

Beteiligung der Kinder im Medienpädagogischen Bereich :

Die Kinder waren Teil jedes Projektschrittes und wurden an den verschiedenen Aufgaben je nach Neigung, Interesse und Entwicklungsstand beteiligt. Im Vorfeld haben die Kinder die Bilder für unser Projekt gestaltet. Für den Tricklegefilm haben die Kinder das Hintergrundbild gestaltet, welches die Bienenwaben darstellen soll. Dann haben sie Bienen gebastelt, die Honig sammeln sollten und in die Waben bringen. Auch wollten sie Filmen wie eine Biene von einer Blume Nektar sammelt. Wir haben unsere selbstgebaute Trickboxx aufgestellt und mit dem Handy den Film aufgenommen.

Ein Kind hat ein Bienenkostüm von zu Hause mitgebracht, dann sind wir in die Lahnwiesen gewandert und haben dort einen weiteren Teil unseres Filmes gedreht. Den Kindern hat es viel Spaß gemacht und zwei Kinder haben sich beim Filmen mit der Kamera abgewechselt.

An einen anderen Tag haben wir eine Imkerei besucht. Die Kinder waren mit großem Interesse dabei. Der Imker erzählte uns einiges über die Bienen, etwa über ihr Leben, den Aufbau ihres Körpers, die Bienenkönigin, über Männchen(Drohne) und Weibchen Bienen und über die Bienenwaben. Wir durften auch alle mal in einen echten Bienenstock mit Bienen reinschauen. Anschließend durften wir von dem leckeren Honig probieren.

In dieser Zeit haben sich drei Kinder beim Filmen abgewechselt. Denn alle wollten mal den Bienenstock sehen und von dem Honig probieren.

Die Fotos für die Dokumentation unseres Projektes wurden von den Kindern selbst aufgenommen. Am Computer haben wir mit den Kindern den Film geschnitten. Dadurch erweiterten wir die Kompetenzen der Kinder im Bereich verschiedener Medien (Film, Foto, Filmschnitt, Bildbearbeitung).

Förderung der verschiedenen Kompetenzen während des medienpädagogischen Projektes:

  • Sprachförderung
  • Sozialkompetenz
  • Kreativität

Weitere Aktivitäten zum Thema Bienen

 

Bilderbuchbetrachtungen:

Wir haben uns mit den Kindern gemeinsam Bücher über die Bienen angeschaut und dabei viel über sie erfahren.

Lernerfahrungen: Interesse und Freude an Büchern zu entwickeln. Neue Begriffe kennenlernen und somit den Wortschatz erweitern, Förderung von literacy-Kompetenzen.

 

Lied und Fingerspiel

Lied:

Summ, summ, summ, Bienchen, summ herum (Melodie und Notenblatt)

Fingerspiel:

Fünf Bienen sind im Bienenhaus.

Fünf Bienen fliegen weit hinaus.

Die erste ruft: “Die Kirschblüten,

die duften so gut.”

Die zweite kriecht ganz tief

in die Glockenblume hinein.

Die dritte sonnt sich

auf dem Rosenblatt.

Die vierte sagt: “Ich bleib beim Mohn.

Den süßen Saft, den kenn ich schon.”

Die fünfte sagt: “Oh, stellt euch vor!

Der Regen kommt. Versteckt euch schnell

im Bienenhaus.”

 

Lernerfahrungen: die Vermittlung von Rhythmus und Taktgefühl, Sprachförderung, Förderung aller Stimmfunktionen, Förderung der Konzentration, des Gedächtnisses und des Gemeinschaftssinnes.

Hauswirtschaftliche Tätigkeiten

Honigbrot backen:

Gesunde Ernährung ist ein ganzheitliches Thema, welches in unserer Kita sehr ernst genommen. Brot ist eines der elementarsten Lebensmittel, welches täglich verzehrt wird. Unsere Kinder bringen zum Frühstück häufig Brote mit und sie hatten im Gesprächskreis gesagt, dass sie Interesse daran haben, wie es hergestellt wird. So wurde in diesem Kreis beschlossen, dass wir zum nächsten Kita-Frühstück ein Honigbrot selbst zu backen.

Die Kinder haben mit ihrer Erzieherin alle Zutaten eingekauft und wir konnten mit den backen loslegen. Die Kinder mischten den Teig zusammen, walkten und kneteten ihn. Sie hatten sehr viel Spaß dabei, bemerkten aber auch, dass Brot backen anstrengend ist. Dann wurde der Teigling in Form gebracht und er kam auf einem Blech mit Backpapier in den Backofen. Immer wieder schauten die Kinder nach, ob das Brot schon fertig war und ob es nicht zu lange im Ofen blieb und verbrannte. Als es fertig war, duftete es wunderbar und alle freuten sich darauf, es zu essen.

Zutaten: Honig, Mehl, Bananen, Hefe, Wasser

Lernerfahrung: Hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Kennenlernen der Lebensmittel, Information und Wissen darüber, woher die Nahrung kommt, Bezug zur Nahrungsherstellung, Gesundheitserziehung, Haushaltsgeräte benennen können, mathematische Erfahrungen wie, Messen, wiegen, Volumen beachten, Reihenfolge einhalten, Kommunikationsfähigkeit, Selbstvertrauen gefördert, feinmotorische Fertigkeiten, Wissenszuwachs, Alltagserfahrungen, Umgang mit Lebensmitteln und Haushaltsgeräten vermitteln, Erfahren der der einzelnen Sinne: Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken, Esskultur, Gemeinschaft, Kreativität, Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit und Selbstwertgefühle steigern.

Einkaufen und Honig-Plätzchen backen:

Als erstes haben wir, für unseren Einkaufszettel mit den Kindern die Zutaten für die Honigplätzchen aufgemalt. Dann gingen wir in ein Lebensmittelgeschäft und die Zutaten wurden gekauft. Die Kinder haben sich die Hände gewaschen, und alle benötigten Haushaltsgeräte geholt: Schüssel, Waage, Rührgerät mit Knethaken. Jetzt konnte es losgehen. Die Zutaten wurden abgewogen und zu einem Teig geknetet. Dann wurde der Teig ausgerollt, die Plätzchen ausgestochen und gebacken. Nachdem sie ausgekühlt waren, wurden sie mit Guss bestrichen.

Lernerfahrungen beim Einkaufen: Sortieren und Ordnen, hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Kommunikationsfähigkeit, Selbstvertrauen gefördert, Wissenszuwachs, Alltagserfahrungen

 

Honigplätzchen gebacken

Die Kinder haben die Zutaten abgewogen und alles zu einem Teig verknetet. Dann wurde der Teig für eine Stunde in den Kühlschrank gelegt. Danach haben die Kinder den Teig ausgerollt und mit Förmchen ausgestochen. Als nächstes wurden die Plätzchen gebacken. Als sie fertig waren, wurden sie natürlich gleich probiert.

Zutaten: 120 g Honig, 30 g Butter, 50g Puderzucker, 1 Ei, 1 Prise Zimt, 40 g geschälte, gehackte Mandeln, 40 g gemahlene Haselnüsse, 40 g gehackte Schokolade

270 g Mehl, 1/2 Päckchen Backpulver

Lernerfahrung: Hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Messen, Wiegen, Volumen beachten, Reihenfolge einhalten, Kommunikationsfähigkeit, Selbstvertrauen gefördert, feinmotorische Fertigkeiten, Wissenszuwachs, Alltagserfahrungen

Honigkuchen

Für unser Bienenfest haben wir mit den Kindern einen Kuchen gebacken. Auch dafür benötigten wir wieder Honig. Die Kinder haben den Teig gerührt und ihn auf ein Kuchenblech gegeben. Nach dem Backen wurde er mit Aprikosenkonfitüre eingestrichen und dann musste er abkühlen. Als er kalt war haben die Kinder noch Schokoladenguss darauf gegeben und mit Mandeln verziert.

Zutaten: Teig: 500 g, Honig, 250 g Butter, 4 Eier, 1 Pck. Lebkuchengewürz (15 g)

Geriebene Zitronenschale, 750 g Weizenmehl

1 Pck. Backpulver, 2 TL Kakao, 200 g gemahlene Mandeln,

Zum Aprikotieren:

5 EL Aprikosenkonfitüre

Guss: 200 g Zartbitterschokolade

 

Kreative Aktivitäten

  • Bienen aus verschiedenen Materialien gebastelt

Die Kinder haben Bienen aus Kork und Papier gebastelt. Sie haben sie ausgeschnitten, angemalt und an den Wänden aufgehängt.

Lernerfahrung: Körpererfahrungen, feinmotorische Fertigkeiten, Sprachförderung, Wissenszuwachs, Kenntnis der Zahlen, Auge – Hand-Koordination, Feinmotorik, Sprachförderung, Selbstvertrauen, Kreativität

  • Insektenhotel selbst gebaut

Wir haben gemeinsam mit den Kindern ein Insektenhotel gebaut. Damit Insekten und Bienen darin einziehen können.

Lernerfahrungen: Naturwissenschaftliche Bildung, Naturbeobachtungen, Kommunikationsfähigkeit, Selbstvertrauen gefördert, Wissenszuwachs, Umweltbewusstsein

 

 

 

  • Plakate gestaltet

Wir haben gemeinsam mit den Kindern verschiedene Plakate zum Thema Bienen gestaltet. Das haben wir getan, damit die Kinder über das Thema in das Gespräch kommen, sich darüber austauschen und ihr Wissen vertiefen.

Lernerfahrungen: Zusammenhänge zwischen der Bedeutung der Bienen und unserer Umwelt erkennen

  • Bienenwaben gebastelt

Die Kinder sollten die Form der Bienenwaben erkennen und die Funktion kennenlernen. Wir haben sie aus kleinen Papier-Pralinenformen hergestellt.

Bienen geknetet

Kneten macht unseren Kindern viel Spaß, sie zeigen dabei sehr immer viel Phantasie und es ist auch leicht, ihre Ideen umzusetzen. Knete ist für unsere Kinder im jeden Alter geeignet. Sie Kneten alleine, zu zweit oder in einer Gruppe. Bei dem Thema Bienen haben sie von ganz alleine diese Tiere geknetet und waren auch sehr stolz auf sie.

Lernerfahrungen: räumliche Vorstellungskraft wird gefördert, Förderung der Feinmotorik.

 

Weitere Lernerfahrungen der Kinder über die Bienen:

    • Bienen greifen Menschen nicht grundlos an. Sie verteidigen sich durch Stechen nur, wenn sie sich oder ihr Nest angegriffen fühlen. Wie sollen wir reagieren? Keine hastigen Bewegungen machen oder nach den Bienen schlagen. Sondern ganz langsam mit der Handfläche wegschieben.
    • Sie sammeln Nektar aus den Blüten der Blumen und stellen daraus Honig her.
    • Im Herbst werden die Waben mit dem Honig von dem Imker aus dem Bienenstock herausgenommen   und aus den Waben heraus geschleudert.
    • Die leeren Waben bestehen aus Bienenwachs, und daraus werden zum Beispiel Kerzen hergestellt
    • Für 500g Honig müssen die Bienen rund acht Millionen Blüten anfliegen.
    • Ein Bienenvolk sammelt in einem Sommer ca. 15 kg Honig
    • In einem Bienenstaat können bis zu 50 000 Bienen leben
    • Bienen sorgen für die Bestäubung der Pflanzen
    • In jedem Bienenstaat gibt es eine Bienenkönigin. Nur sie legt kann die Eier legen, es können bis zu 2000 Stück am Tag sein
    • Der Nektar wird von den Arbeiterbienen mit ihren Rüsseln aus den Blüten gesaugt und in ihrem Honigmagen gesammelt.
    • In besondere Waben, die Brutzellen heißen, legt die Königin jeweils ein Ei, aus dem eine Bienenlarve schlüpft. Die ausgeschlüpften Larven werden von den Arbeiterinnen gefüttert und gepflegt, bis sie erwachsen sind.

Projektmappe Kinder

Alle Kinder haben eine Mappe mit den Bildern bekommen, die im Laufe des Projektes entstanden sind. So können sie immer wieder, nachschauen was sie und die anderen Kinder über die Bienen gelernt haben.

 

Elternarbeit

An einem Elternnachmittag haben wir unser Bienenfest gefeiert. Dabei wurde auch unser Bienen-Film vorgestellt. Die Eltern haben den Film gelobt und waren von der Leistung ihrer Kinder begeistert. Im Anschluss hatten die Kinder die Möglichkeit, Lippenbalsam aus Honig herzustellen, einen echten Bienenstock zu sehen und in Fühlboxen Gegenstände zu ertasten und zu begreifen, die zum Thema Bienen gehören. Danach gab es selbstgebackenes Honigbrot, Honigplätzchen, Honigkuchen, Brote mit Honig und Getränke für alle.

 

  • ProjektreflektionAm Ende des Projektes "Bienen" steht fest, es war ein sehr schönes Projekt, bei dem nicht nur die Kinder, sondern auch die Erzieherinnen viel gelernt haben. Die Kinder waren immer sehr engagiert dabei und haben nie den Spaß am Projekt verloren. Alle Kinder konnten sich stets je nach Alter und Fähigkeiten bei dem Projekt beteiligen. Die einen konnten gut vor der Kamera sprechen, andere ruhigere Kinder zeigten Interesse bei der Filmbearbeitung. Andere Kinder waren künstlerisch mit einbezogen. Unser Ziel der medienpädagogischen Arbeit ist, die Förderung der Medienkompetenz der Kinder auch in Zukunft weiterzuentwickeln. Durch die verschiedenen medienpädagogischen Projekte in unserer Kita, werden die Handlungskompetenzen und die Kritikfähigkeit im Umgang mit den Medien unserer Kinder erweitert.Die Kinder haben auch durch den selbstständigen und spielerischen Umgang mit den technischen Geräten ebenfalls ihre medientechnischen Kompetenzen erhöht. Durch unsere Eigenproduktionen wurde ihre Kreativität und Phantasie angeregt. Diese konnten sie dann in der Verfilmung Thema der Bienen ausleben. Durch verschiedene Gespräche mit den Kindern wissen wir, dass viele von ihnen die Fernsehsendungen zu Hause nun mit andern Augen betrachten. Das wurde uns auch von den Eltern bestätigt. Dies empfinden wir als positives Resultat unserer Arbeit. Wir Erzieherinnen fanden, es war sehr schön gemeinsam mit den Kindern so viele neue Erfahrungen zu machen.Gabriele Frank-Kucera,(Leitung)

 

 

 

Standort

Kinderhaus Alter-Wetzlarer-Weg, Alter-Wetzlarer-Weg 59, 35392 Gießen

Quadratmeter

2 Hoch Beete, 1 Blumenbeet, 3 Blumenkübel, 2 Fensterblumentöpfe, 3 kleinere Blumenkübel

Pflanzliste

Thymian, Petersilie, Lavendel, Kapuzinerkresse, Rosmarin, Ballerina, Thunbergia atlanta, Bacopa caroliniana, Fuchsie, Savia rosa, Tropae.olum, Campanulaiso duplin, Bindes,Cuphea hyssopifilia, Dianthus Pinkkisses

 

Informationen zur Gruppe

Wir haben gemeinsam mit den Eltern und den Kindern unsere Hochbeete, Blumenbeete und Blumentöpfe mit bienenfreundlichen Pflanzen bepflanzt. Wir haben erst mal überlegt, wie machen wie unseren Garten bienenfreundlich? Wo ist bei uns mehr Schatten und wo ist es sonniger, denn die verschiedenen Pflanzen haben verschiedene Ansprüche. Wir wollten wenn möglich auch Pflanzen kaufen damit zwischen März und Oktober immer etwas blüht. Anschließend sind wir sind in ein Fachgeschäft gegangen und haben uns über Bienenfreundliche Pflanzen beraten lassen und dann sie dort gekauft. Wir trafen uns an einem Samstag mit den Eltern und den Kita-Kindern, um die Beete, Töpfe und Hochbeete zu bepflanzen. Als erstes haben sich die Eltern mit einem Frühstück gestärkt, welches die Erzieherinnen vorbereitet hatten. Danach wurde mit viel guter Laune gegraben, gejätet, die Beete mit neuer Erde befüllt, damit die Pflanzen auch gut wachsen können usw. Auch die Sträucher und mehrjährigen Pflanzen wurden zurück geschnitten und vom Unkraut befreit. Unsere Insektenhotels wurden repariert und sahen danach wieder schön aus. Es war ein sehr schöner Tag bei dem die Eltern, Kinder und die Erzieherinnen hatten viel Freude und Spaß am gemeinsamen „tun“ hatten und wir alle die Gewissheit hatten etwas Positives für die Bienen und unsere Umwelt getan zu haben.