(Beitrag 2)
Im Januar 2018 fand alles seinen Anfang.
Auf diesem ca. 1000qm großem Grundstück (mit Haus und Nebengebäuden) sollte meine neue Heimat werden.
Es erwartete mich ein sehr ordentliches und gepflegtes Grundstück, auf dem leider keinerlei Leben herrschte, einzig einige Ameisen fand ich hier vor.

Warum im Frühjahr (außer Blattläusen) keine Insekten kamen, war auch ohne Brille zu erkennen.
Nichts blühte, was ihnen Nahrung gegeben hätte.
Auch Vögel verirrten sich mangels Essbarem nur eher selten hierher.
Am Schmerzlichsten aber war für mich: Egal wo und wie tief ich hier in der nächsten Zeit graben würde, es fand sich kein einziger Regenwurm in der Erde.

Das komplette Kontrastprogramm zu meinem vorherigen Garten, den ich über 13 Jahre lang liebevoll aufgebaut hatte.
So mochte ich hier nicht leben!

In den kommenden Monaten ging ich mit Ebay Kleinanzeigen zu Bett und stand wieder mit ihnen auf.
Glücklicherweise ging es aufs Frühjahr zu, so dass es jede Menge Material gab, was jemand los werden wollte.

Was auch immer hier verbaut oder verwendet wurde besteht aus Dingen, die andere ausrangiert haben. Einzig die Teichfolie wurde neu gekauft.
Auch kamen hier keine Maschinen zum Einsatz. Alles wurde gebaut mit Schaufel, Spaten, Schubkarre und Muskelkraft.

Wenn sie auch nicht vollständig sind, so zeigen die folgenden Bilder hoffentlich ausführlich genug, den Wandel der letzten 2 1/2 Jahre.
Wer Freude daran hat, findet detaillierte Einzelschritt Beschreibungen und viele schöne Fotos auf meiner Facebookseite https://www.facebook.com/HortusDeLaLuna/

Jetzt ist hier ein Ort, der stetig lebendiger wird.
Es fleucht und kreucht an jeder Ecke, die Vögel trillern ihre Lieder und ziehen hier ihre Jungen groß.
Dank den Bauarbeiten der vielen Mäuschen haben sich in diesem Jahr drei Hummelstaaten in deren Bauten angesiedelt.
Ein Uhu fliegt Nachts seine Bahnen, und zwei Mauswiesel sind eingezogen.
Ganz aktuell hat mich jetzt Morgens ein Eichhörnchen im Garten begrüßt. Mein Nachbar sagt, hier hätte er seit Jahrzehnten keines gesehen.
Genau so möchte ich hier leben!

Trotz aller Veränderung bisher: Was 2018 seinen Anfang fand, ist 2020 noch lange nicht beendet…

Standort des Beitrags

49740

Aktions-Bilder

Anzahl der Projektbeteiligten

3

Quadratmeter

1000 m²

Pflanzliste

Pflanzliste nur der hintere Gartenbereich, ohne Vorgarten

Gehölze

diverse Plätze
2x Mirabelle, Kirsche, Quitte, rotlaubiger Duft Holunder “Red Holy”, 2x Heidelbeere, Herbst Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeere, rote Johannisbeere, schwarze Johannisbeere, Maibeere, Preisselbeeren, Cytisus kewensis – Zwerg Elfenbeinginster, Genista tinctoria – Färberginster, Rhamnus frangula – Faulbaum, Cornus sanguinea – roter Hartriegel

zukünftige Pufferzone rechte Seite, Sichtschutzwand Nachbarn:
Euonymus europaeus – Europ. Pfaffenhütchen
Berberis vulgaris – Gewöhnl. Sauerdorn
Rosa corymbifera – Heckenrose
Virburnum opulus – Gewöhnl. Schneeball
Crataegus monogyna – eingriffeliger Weißdorn
Sambucus nigra “Black Tower” – Säulen Fliederbeere
Amelanchier ovalis – Gewöhnl. Felsenbirne

Erweiterung Pufferzone linke Seite, Buchenhecke/Totholzhecke
2x Crataegus monogyna – eingriffeliger Weißdorn
Sambucus nigra – schwarzer Holunder
2x Ligustrum vulgare – Gewöhnl. Liguster

vorderer Bereich, linkes Beet:
Lonicera periclymenum – einheim. Waldgeissblatt
2x Corylus avellana – Haselnuss
Cornus mas – Kornelkirsche

vorderer Bereich, rechtes Beet:
Staphylea pinnata – Gewöhnl. Pimpernuss
Colutea arborescens – Gewöhnl. Blasenstrauch

zukünftige Teichbeschattung:
Prunus mahaleb – Steinweichsel
Sorbus aucuparia – Eberesche

Rosen
blaue Hechtrose, Feldrose, Strauchrose “Mozart”, Moschusrose,
Terrassenbereich: Climbing Goldmarie, Herzogin Frederike, Puple Splash, Westerland

Blumen, Stauden, Kräuter
Klatschmohn, Riesenmohn, Wegwarte, Natternkopf, versch. Königskerzen, Fingerhut, Nachtkerze, Kornrade, Nachtviole, Lichtnelke, Kornblume, Skabiose, versch. Disteln, gew. Sumpfkresse, strahlenlose Kamille, Indianernessel, ungef. Tagetes, Akelei, Küchenschelle, Wiesenschaumkraut, Leinkraut, Echte Engelwurz, Bergflockenblume, Ochsenzunge, Wicke, wildes Stiefmütterchen, echtes Seifenkraut, versch. Glockenblumen, versch. Wolfsmilchgewächse, Schafgabe, Baldrian, Beinwell, Gilbweiderich, Strandkamille, gew. Goldrute, Blutweiderich, Sumpfdotterblume, Wollziest, Silbersalbei, Steppensalbei, Frauenmantel, Stockrosen, brauner Storchschnabel, schmalblättriges Weidenröschen, Katzenminze, Ehrenpreis, Teppichehrenpreis, Vexiernelke, rasiger Dost, kriechendes Gipskraut, Echinacea, Gottesgnadenkraut, Sumpf Mädesüß, Sumpfschwertlilie, Kuckuckslichtnelke, Bachnelkenwurz, Sumpfprimel, Walderdbeeren, Brennende Liebe, rote Taubnessel, Bärlauch, ungef. Bartnelken, Waldziest, Mauerpfeffer, Schleifenblume, versch. Wurze, Oregano, Ysop, Koriander, Fenchel, Kümmel, versch. Minze, Estragon, Thymian, Polsterthymian, Rosmarin, Schnittlauch, chinesischer Lauch, ausdauernder Lauch, Lavendel, versch. Salbei, Anis Ysop, Bohnenkraut, Ringelblume, Pfennigkraut, Zitronenmelisse, Bergbohnenkraut, Kapuzinerkresse, Petersilie

im Magerbeet am Teich wurde der wärmeliebende Saum von Rieger-Hofmann gesät.

Zwiebeln
Allium, Krokusse, Narzissen, Wildtulpen

und alles, was ich noch vergessen habe aufzuzählen…
Ungenannt bleiben auch die Pflanzen, die sich selber angesiedelt haben, belassen wurden oder die in Kübeln sind

Informationen zur Gruppe

Unser Team: - bestehend aus Navarro, seines Zeichens weltbester Schäferhund und Wächter des Hortus. Er hat permanent alles im Auge und verliert niemals den Überblick. Seine Hautqualifikationen sind: „Immer maximal im Weg liegen, sowie die perfekte Fotobombe spielen“... - Nachbar Christoph, immer zur Stelle, wenn unsere Frauenpower nicht ausreicht. Mit unnachahmlicher Besonnenheit und Technik, schafft er selbst die schwersten Schätze an ihren Bestimmungsort. - Christine, meine beste Freundin. Am besten beschrieben durch zwei ihrer Sätze: "Ich mache weg, du machst neu." und "Du organisierst, ich schaffe es hierhin, du verbaust es." Ohne sie wäre hier kaum etwas möglich gewesen. Unermüdlich ist sie mit unserem kleinen Anhänger losgezogen, um von mir ergattertes zu holen. Bei den vielen, großen Steinen gab es so manch dicke Backen. Lach - Last but not least, Monika, das bin ich. Mein Bestreben ist es, dieses Fleckchen Erde an die Natur zurückzugeben. Anderen Menschen zu zeigen, wie schön unsere heimische Pflanzen- und Insektenwelt ist, und sie davon zu begeistern, es nachzumachen.