Nach der Anlage eines Topfgartens an der Hausfront 2018 folgt nun eine Umgestaltung von eben jenem und eine Erweiterung des Projekts in anderen Teilen des unliebsamen Schotterhofes von Hortus Brunnladesch, welche sich auch auf andere Bereiche des Gartens ausweiten wird.

Da sich in unserer Anfangszeit einige Anfängerfehler eingeschlichen haben, wird dies und das nachgebessert werden. So befindet sich neben Wilden Eck, einem Projekt, das 2016 begann, ein falsch angelegter Steingarten, der aufgebessert werden soll. Außerdem droht Quecke die im Herbst nachgesäten Wildblumen zu verdrängen. Auch die Insektennisthilfen sollen nachgebessert werden.

Dabei legen wir besonderen Wert auf heimische und angepasste Pflanzen, sinnvolle nicht-invasive Neophyten mit Mehrwert für Insekten, das Gestalten von Strukturen, welche die Artenvielfalt im Garten unterstützen und Upcycling.

Es wird ein Projekt für die ganze Familie und den Freundeskreis. Wir sind selbst gespannt wie es laufen wird. Gut möglich, dass die Fläche sich je nach Verlauf und Wetter nach und nach vergrößert, weil es sich durch den gesamten Garten ziehen könnte.

Standort des Beitrags

Emskirchen, Bayern

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Aktions-Bilder

Nachher-Bilder

Quadratmeter

ca. 10*20 m m²

Pflanzliste

Bei den Pflanzen haben wir versucht, einen sichtbaren Schwerpunkt auf heimische Arten zu legen, sind teilweise jedoch auch auf eingebürgerte oder schon länger in Deutschland kultivierte Arten eingegangen und haben dabei jedoch sehr darauf geachtet, dass sie nicht auf der Schwarzen Liste der invasiven Neophyten stehen. Hauptaugenmerk war für uns der Nutzen für die heimische Insektenwelt.

Blumenzwiebeln vom Herbst 2018: Wildtulpen, Narzissen, Krokusse, Zwerg-Iris, Winterling, Lerchensporn, Schneeglanz, Traubenhyazinthen

Saaten: Acker-Lichtnelke (Silene noctiflora), Ackerglockenblume (Campanula rapunculoides), Akelei (Aquilegia vulgaris), Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum) ,Färberkamille (Anthemis tinctoria ), Große Braunelle (Prunella grandiflora), Heilziest (Betonica officinalis), Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum), Klatschmohn (Papaver rhoeas), Königskerze (Verbascum densiflorum, thapsus, nigrum, speciosum), Kornblume (Cyanus segetum), Kornrade (Agrostemma githago ), Moschusmalve (Malva moschata), Nachtkerze (Oenothera biennis ), Natternkopf (Echium vulgare), Purpurfetthenne (Hylotelephium telephium), Skabiosenflockenblume (Centaurea scabiosa), Venusspiegel (Legousia speculum-veneris), Wiesenmargerite (Leucanthemum vulgare), Wilde Karde (Dipsacus fullonum), Wilde Möhre (Daucus carota), Wilder Oregano/Dost (Origanum vulgare )

 

Pflanzen/Stauden: Beifuß (Artemisia vulgaris), Berg-Steinkraut (Alyssum montanum), Bergminze (Clinopodium nepeta), Blaukissen (Aubrieta), Borretsch (Borago officinalis ), Echte Schlüsselblume (Primula veris), Einjährige Silberblatt (Lunaria annua), Eisenkraut (Verbena officinalis), Fetthennen (Sedum album, acre, tripmadam, telephium, spectabile, reflexum), Flockenblume (Centaurea jacea und pseudophrygia), Glockenblume (Campanula rotundifolia und thyrsoides), Hauswurz (Sempervivum verschiedene Arten und Sorten), Himmelsschlüssel (Primula elatior), Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum), Kleine Wiesenknopf (Sanguisorba minor), Kriechende Jakobsleiter (Polemonium reptans), Lungenkraut (Pulmonaria officinalis und dacica), Mittagsblumen (Delosperma), Moos-Steinbrech (Saxifraga x Arendesii), Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium), orangrotes Habichtskraut (Hieracium aurantiacum), Pfefferminze (Mentha × piperita), Seifenkraut (Saponaria ocymoides), Wald-Geißbart (Aruncus dioicus), Waldmeister (Galium odoratum), Weinraute (Ruta graveolens), Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis), Wolfsmilch (Euphorbia myrsintes)

Gehölze, Anfang April gesetzt: Apfelbaum (Malus domestica, in die Wiese), Johannisbeere (Ribes rubrum, an den Zaun), Kornellkirsche (Cornus mas, an den Zaun), eingriffliger Weißdorn (Crataegeus monogyna, an den Zaun)

Gehölze, Anfang Mai gesetzt: Faulbaum (Rhamnus frangula), Liguster (Ligustrum vulgare)

Informationen zur Gruppe

Es handelt sich hier um ein Projekt der Familie. Die beiden Kinder (*05/2014 und *07/2017) helfen begeistert mit. Der Rest der Familie (Schwester, Tante, Mutter) steuert in erster Linie Material (Töpfe und Schalen) bei und hilft ein wenig beim Gießen. Um die Entwicklung abzubilden, veröffentlichen wir im Verlauf Videoclips mit Fotos und Text auf YouTube unter dem Titel "Hortus Brunnladesch summt". Außerdem gehen wir darauf auch in unserem Blog ein. Dabei ist uns wichtig, darzustellen wie einfach es eigentlich ist, bestehendes sinnvoll umzugestalten und auch kleine Sachen ganz groß zu machen. Es ist uns wichtig zu veranschaulichen, dass es ohne großen finanziellen und großen, maschinellen Aufwand möglich ist, etwas für die Wildbienen und die Artenvielfalt als Ganzes zu tun. Wir sind Selbermacher, Heimwärker und kreative Köpfe. Upcycling wird bei uns groß geschrieben. Neu gekauft nur, was wir selbst nicht herstellen können, weil Ressourcen nicht endlos zur Verfügung stehen und vieles noch einen neuen Zweck bekommen kann, bevor es endgültig kaputt ist. Wir übernehmen auch von Freunden, was sie nicht mehr behalten können. So zum Beispiel selbstgebaute Pflanzkästen aus Lärche von einer Freundin, die die Last auf dem Dachgarten reduzieren musste.