Ziel des Projekts ist die Anlage einer Streuobstwiese auf einer knapp drei Morgen großen Ackerfläche. Das Grundstück wurde im September 2017 zu diesem Zweck erworben und Ende 2018 von dem bisherigen Pächter nach der letzten Kartoffelernte übergeben.

Die Umgebung ist geprägt durch intensive konventionelle Landwirtschaft; großflächig werden Kartoffeln, Mais, Rüben und Raps im Wechsel unter starkem Einsatz von Gülle und Pestiziden – meist auch unter Einbeziehung der Ackerrandstreifen – angebaut.

Der unmittelbar an die künftige Streuobstwiese angrenzendende etwa 4.700 qm grosse Naturgarten wird von einer alten, wildwachsenden Weißdornhecke getrennt. Hier wurden ergänzende Einzelmassnahmen durchgeführt.

Nach Vorbereitung des Bodens Anfang April wurde eine Blüh-Kräutermischung eingesät, die zum einen Insekten als wertvolle Nahrungsquelle dient, zum anderen dem Niederwild Unterschlupf sowie Bodenbrütern Nistmöglichkeiten bietet.
Die zur Einfriedung bewusst gewählten unbehandelten Eichenpfählen knüpfen nicht nur an das früher typische Landschaftsbild an, sondern werden bereits von ersten Insekten bezogen.
Die Pflanzung der Obstbäume erfolgt ausserhalb des Wettbewerbszeitraums: 27 Hochstämme alter heimischer Obstsorten wurden aber bereits über die diesjährige Sammelbestellung des likk e.V. geordert und werden im Spätherbst zur Pflanzzeit geliefert.

Zunächst war Geduld gefordert bis als erstes der Buchweizen mit seiner weissen Blüte Wildbienen lockte, danach Büschelschön ein Meer von blau bildete und von unzähligen Hummeln besucht wurde. Inzwischen zieht eine bunte, ständig wechselnde Blütenvielfalt neben den verschiedenen Bienenarten auch Schmetterlinge und Grillen an.

Die bunte Oase inmitten von Monokulturen kam ins Gespräch und so auch in den Fokus der örtlichen Presse. Ein Artikel erschien am 28.05.2019 in der Rheinischen Post.

Weitere Presseartikel:

  • Niederrhein Nachrichten, 10.07.2019, Seite 5 – Link

 

Standort des Beitrags

47574 Goch-Pfalzdorf

Vorher-Bilder

Nachher-Bilder

Quadratmeter

7.444 m²

Pflanzliste

Blumen- & Kräuterwiese

Ackerrittersporn
Akelei
Bokharaklee
Borretsch
Buchweizen
Esparsette
Fäberreseda
Fingerhut
Hornschotenklee
Hundszunge
Johanniskraut
Kamille
Klatschmohn
Knaulgras
Königskerze
Koriander
Kornblume
Kornrade
Kronwicke
Kuhkraut
Kümmel
Leimkraut
Leinkraut
Löwenzahn
Luzerne
Malve
Nachtkerze
Nachtviole
Natternkopf
Odermennig
Petersilie
Reseda
Ringelblume
Rohrglanzgras
Rotes Straußgras
Rotklee
Rotschwingel
Saatwucherblume
Schafgarbe
Schwarzkümmel
Schwedenklee
Seifenkraut
Speisemöhre
Spitzwegerich
Staudenlein
Wegwarte
Weißklee Huia
Weißklee Vysocan
Wermut
Wiesenkerbel
Wiesenrispe
Wiesensalbei
Wiesenschwingel
Wiesenwucherblume
Wilde   Karde
Wilde   Möhre

Informationen zur Gruppe

Das Team besteht aus Lea sowie den Geschwistern Lena und Christian .

Christian, Jurist, 38 Jahre, erwarb Ende 2017 die knapp drei Morgen große Ackerfläche. Sein ursprünglicher Plan sah die Anlage einer Streuobstwiese und eine Beweidung durch Schafe vor. Im Zuge des Projekts wurde aus der angedachten Schafsweide eine artenreiche Blüh-Kräuterwiese.

Lena, Sozialpädagogin, 34 Jahre, erfuhr von der Initiative Deutschland summt und dem Pflanzwettbewerb im Radio. Sie ist die Initiatorin der Teilnahme und gewann mit Lea eine weitere Mitstreiterin. 

Lea, Sozialpädagogin, 26 Jahre, hatte die Idee, Beruf und Freizeit zu verbinden und gewann die Unterstützung ihres Arbeitgebers. Gemeinsam mit einigen vom SkF Kleve betreuten Kindern wurde das Thema Insektensterben behandelt. Zum Abschluss des Projekts sammelten die Kinder Naturmaterialien und richteten damit ein großes Insektenhotel ein.