Dieses Jahr haben wir drei Baustellen für das extra Summen eröffnet:

1. verwandelten wir vor dem Haus den grauen Pflaster-Mauer-Anschluss neben der Garagenzufahrt zu einem bienenfreundlichen Seitenstreifen. Das war das kleinste Projekt, was aber durch die besonders bunte Auswahl insektenfreundlicher Sorten auch vorbei gehende Menschen ansprechen soll.

2. haben wir auf der mittleren Ebene des Gartens eine Trockenmauer gesetzt und hier ein Saumbeet gesät und gepflanzt. Diese “Puppenstube für Schmetterlinge & Co.” wird durch viel Totholz ergänzt. Das war das größere Projekt. Bei dem Bau der Trockenmauer haben wir Steine aus dem regionalen Steinbruch unmittelbar hier vor Ort gewählt. Bei dem Bau haben wir darauf geachtet, dass auch hinter der Mauer tiefe Spalten und kleine Höhlen entstehen, die auch als Überwinterungsplatz eine ausreichende Tiefe aufweisen. Als Basis für den Saum, für den wir zertifiziertes regionales Saatgut verwendeten, brachten wir Magerboden auf. Die Aussaat ergänzten wir mit heimischen Stauden von einem regionalen Staudenzüchter, der sich der Vermehrung unserer heimischen Pflanzen verschrieben hat. In diesem ersten Jahr dominieren natürlich noch die einjährigen das Bild, aber wir freuen uns schon auf die Dynamik in den nächsten Jahren. Es wird sehr spannend!

3. setzten wir an der oberen Grundstücksgrenze einen lebendigen Weidenzaun, den wir durch heimische Staudenpflanzungen ergänzten. Die Zweige für den Zaun haben wir erhalten, als wir die Biologischen Station Bonn bei der Pflege der Kopfweiden in den Siegauen unterstützten. Kopfweiden sind etwas enorm Spannendes, eine Art Miniatur-Biotop, die für ihren Erhalt der Pflege bedürfen. Mit den Weidenzweigen bauten wir einen Zaun, den wir noch mit heimischen Stauden unterpflanzten. Wichtig war uns dabei auch die Zaunrübe, die hier Klettermöglichkeiten bekommt. Bei der Pflanzung mussten wir allerdings auch ein wenig aufpassen, weil sich nämlich eine Hummel hier schon ein Mäuseloch erobert hatte. Glücklicherweise machte sie uns auf sich aufmerksam. Aber auch an andere Gartenbewohner haben wir gedacht…

Standort des Beitrags

Kürten

Quadratmeter

Insgesamt etwa 20 m². m²

Pflanzliste

  1. Garagenzufahrt (repräsentative, insektenfreundliche Staudenpflanzung): Scarbiosa caucasica, Lytrum salicara, Agastache, Monarda didyma, Verbena bonariensis, Euphorbia polychroma, Euphorbia sequieriana ssp. niciciana, Nepeta nervosa, Stachys, Campanula persicifolia, Dianthus carthusianorum, Alcea rosea, Alcea pallida, Aster linosyris, Clematis viticella
  2. Saum: wärmeliebender Saum von Rieger-Hofmann (Achillea millefolium, Anchusa officinalis, Anthemis tinctoria, Anthericum ramosum, Aquilegia vulgaris, Aster amellus, Ballota nigra, Buphthalmum salicifolium, Calendula arvensis, Campanula glomerata, Campanula rapunculus, Centaurea scabiosa, Centaurea stoebe, Cichorium intybus, Clinopodium vulgare, Consolida regalis, Cynoglossum officinale, Daucus carota, Dianthus carthusianorum, Dianthus superbus, Echium vulgare, Filipendula vulgaris, Galatella linosyris, Hesperis matronalis, Hypericum perforatum, Isatis tinctoria, Knautia arvensis, Leonurus cardiaca, Leucanthemum ircutianum/vulgare, Linaria vulgaris, Linum austriacum, Malva alcea, Malva moschata, Oenothera biennis, Origanum vulgare, Papaver rhoeas, Pastinaca sativa, Pimpinella saxifraga, Primula veris, Reseda lutea, Reseda luteola, Rhinanthus minor, Salvia pratensis, Salvia verticillata, Sanguisorba minor, Saponaria officinalis, Scabiosa columbaria, Silene latifolia ssp. alba, Silene vulgaris, Solidago virgaurea, Tanacetum corymbosum, Trifolium dubium, Verbascum densiflorum, Verbascum nigrum, Verbena officinalis, Veronica teucrium) mit etwas buntem Saum fürs erste Jahr (Agrostemma githago, Anthemis arvensis, Anthemis tinctoria, Barbarea vulgaris, Bupleurum rotundifolium, Calendula arvensis, Campanula rapunculus, Carlina vulgaris, Centaurea cyanus, Centaurium erythrea, Consolida regalis, Cynoglossum officinale, Daucus carota, Dianthus armeria, Digitalis purpurea, Echium vulgare, Erysimum hieraciifolium, Glebionis segetum, Hesperis matronalis, Isatis tinctoria, Legousia speculum-veneris, Leucanthemum ircutianum/vulgare, Linum austriacum, Lithospermum arvense, Malva sylvestris, Melampyrum arvense, Myosotis arvensis, Oenothera biennis, Papaver dubium, Papaver rhoeas, Pastinaca sativa, Petrorhagia prolifera, Ranunculus arvensis, Reseda luteola, Silene latifolia ssp. alba, Silene noctiflora, Trifolium arvense, Verbascum densiflorum, Verbascum lychnitis, Viola arvensis), zusätzlich: Cirsium acaule, Eryngium campertre, Arnica montana, Campanula, Briza media
  3. lebendiger Weidenzaun mit Unterpflanzung: Weiden, Bryonia, Betonica officinalis, Salvia pratensis

Informationen zur Gruppe

Wir sind Eheleute und haben durch Hauskauf vor gut zwei Jahren einen konventionellen Garten übernommen, den wir nun sukzessive umgestalten. Im Jahr der Übernahme (Nov.) haben wir im Dez. zunächst große Mengen an Kirschlorbeer entfernt. Vergangenes Jahr konnten wir die vorhandenen Beete neu bepflanzen, eine Hecke aus heimischen Wildsträuchern und kleine Obstbäume setzen, eine Benjeshecke, mehrere Totholzbereiche, Käferkeller und Lesesteinhaufen anlegen. Dieses Jahr haben wir neben der Instandsetzung von Wegen und Treppen drei neue Pflanzbereiche erschlossen. Im Übrigen gärtnern wir torf- und pestizidfrei (siehe auch NABU-Aktion torffrei gärtnern).