Das 2000 m² Projekt

…macht Boden begreifbar.
Mit Gießkanne und Spaten: Beim Hacken, Säen und Ernten bekommen urbane Besucher*innen einen praktischen Zugang zur globalen Nutzung und Verteilung von Ackerland. Ohne viele Worte lassen sich dabei die ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen und kulinarischen Dimensionen unseres eigenen Verbrauchs von Lebensmitteln und Agrarrohstoffen erfassen.

…geht Fragen auf den Grund.
Wovon ernähren wir uns eigentlich? Wie viele Quadratmeter hatte ich zum Frühstück? Wo liegen meine 2000 m² – in Deutschland oder in Übersee? Auf dem Acker ergeben sich Antworten auf diese Fragen und werden auf der Webseite dokumentiert. Auf dem Acker wachsen nicht nur Kraut und Rüben, er lässt auch unser Wissen wachsen.

…inspiriert zum Umdenken.
Bei jedem Einkauf erteilen wir Landwirt*innen den Auftrag, ein Stück Acker so zu bewirtschaften, wie es Menge, Qualität und Preis unserer Produkte erfordern. Das 2000 m² Projekt macht die Verbindung unseres Verbrauchs mit der Bewirtschaftung des Landes praktisch erfahrbar.

…zeigt globale Zusammenhänge auf.
Verbrauche ich mehr als 2000 m², müssen Menschen woanders mit weniger zurechtkommen. Wenn wir in der EU tatsächlich im Schnitt 2700 m² verbrauchen, den Menschen in China jedoch pro Kopf nur etwa 1000 m² Acker zur Verfügung stehen, stellen sich grundsätzliche Fragen globaler Gerechtigkeit. Die bestehenden und geplanten 2000 m² Felder in aller Welt, etwa in China, der Türkei und Schottland verdeutlichen die globalen Unterschiede der klimatischen Bedingungen, Ackerkulturen und Ernteerträge.

…respektiert die ökologische Dimension.
Wir Menschen sind nicht die einzigen, die von “unseren” 2000 m² leben. Wir teilen sie uns mit Millionen anderer Lebewesen, die dieses Stück Acker bevölkern und auch davon abhängen, wie es bewirtschaftet wird. Das ‚Raumschiff Erde‘ ist mehr und mehr zu einem Garten der Menschheit geworden. Unser Projekt will dazu beitragen, dass wir unsere gärtnerische Verantwortung begreifen und ihr gerecht werden.

Video ansehen

Quadratmeter

2000 m²

Pflanzliste

Der Weltacker ist mit den 45 größten Acker-Kulturen der Welt bestellt, alle samenfest und aus ökologischer Zucht. Für Bienen bemerkenswert sind diverse Gemüsesorten von Ackerbohne bis Zucchini, Raps, besonders nektar- und pollenreiche Sonnenblumensorten, roter und blauer Lein. Zudem findet man dort:

  • Wegbegrenzung mit Blühstreifen von
    • diversen Basilikumsorten
    • Gewürztagetes
    • Kapuzinerkresse
    • Einjähriges Herzgespann
    • Ringelblume
    • usw.
  • Yin-Yan-Beet mit Wildkräutern wie Gundermann, Portulak und Dost
  • Bieneweide als begehbares Schlüsselloch-Beet

Informationen zur Gruppe

Der Weltacker wird vom Save-our-Seeds-Team des Berliner Büros der Zukunftsstiftung Landwirtschaft betrieben. Ohne die regelmäßige Unterstützung und aktive Mitarbeit ehrenamtlicher Helfer*innen wäre das Projekt “Weltacker – 2000 m² für alle” nicht zu bewältigen. Zudem sind bei Pflanzaktionen auch Freunde, Paten und Weltacker-Club-Mitglieder fleißig am Ackern.