Pflanzwettbewerb
„Wir tun was für Bienen!“
Bepflanzte Fläche: 457.507 m²

Eine ehemalige Sandgrube, in der rd. 20 Jahre Schafe gehalten wurden, hat der Imkerverein Neuenkirchen-Wettringen e. V. für sein Projekt fokussiert und langfristig in Besitz genommen..

"Wir tun was für (Honig-)Bienen" - das ist sicherlich erkennbar durch den Namen des Anmeldenden, aber auch durch die fotografische Dokumentation eines historischen Korbbienenstands, so wie er bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts auch in dieser Landschaft anzutreffen war. Nebenbeibemerkt wird diese Örtlichkeit, die an einem Rad-Wanderweg liegt, sehr oft von Interessierten besucht, durch Infotafeln erklärt und bei einer Voranmeldung fachkundlich erklärt. Schautafeln ermöglichen auch Spontanbesuchern die Informationen über Honigbienen und auch Wildbienen (Foto).

Auch der Bestand der Wildbienen liegt uns angesichts der Bedrohung und leider auch Vernichtung so mancher Wildbienenarten am Herzen.
Deswegen haben wir neben dem Korbbienenstand ein sogenannts "(Wild-)Bienenhotel" errichtet, das erstaunlich gut aufgrund der nahegelegenen Futterquellen angenommen worden ist (Foto ). Bekanntlich ist ein Großteil der Wildbienen nicht auf Nisthilfen in der dargebotenen Form angewiesen, so dass für die Majorität der Wildbienenpopulation im Randbereich der ehemaligen Sandgrube, in dem der Ginster wächst, ungestörte und offen gehaltene Flächen (Sand-Abbruchkanten) zur Verfügung stehen.

MUT ZUR WILDHEIT - die Natur weiß es besser als der Mensch ! Das ist unsere Devise. Naturschutz und somit (Wild-)bienenschutz muss nicht teuer sein: Wir bemühen uns in Gesprächen mit kommunalen Verantwortungsträgern darauf hinzuweisen, das "Wildheit" u. U. das ästhetische Wohlbefinden stören könnte, aber der Natur sehr dienlich ist. Beispiele dafür können wir genug liefern.

Für die Ansiedlung standorttypisher Pflanzen wurde nach der Bodenvorbereitung eine Saatgutmischung für den Boden im hiesigen Bereich eingebracht.

Die Fotoaufnahmen Nr. 4 und 5 zeigen Mitglieder des IV bei der "Entmagerungsarbeit". Das Mähgut von rd. 3000 qm wurde entfernt und der Kompostierung zugeführt. Es werden sich durch diese Maßnahme, ggf. mit leichter Hilfe, mittelfristig standorttypische Pflanzen selbständig ansiedeln können.

Leider ist für 'Ringelblumen, Klatschmohn und auch Lichtnelke die Melde momentan eine starke Kunkurrenz. Natternkopf, Fenchel und Nachtkerze haben es, wenn auch nicht zufriedenstellend, geschafft. In einer "Versuchsecke" haben wir Sylphie und Sida hermaphrodita gepflanzt. Wir wollen beobachten, wie diese Pflanzen von der Insektenwelt aufgenommen werden und dann die Landwirtschaft überzeugen, dass zumindest ein Teil der Ackerflächen damit bepflanzt werden könnte. Das wäre eine gesunde Alternative zum Maisanbau für die Biogasanlagen. Es ist immer eine Freude zu sehen, wenn die Insjekten Ysop, Ztironenmelisse, etliche Lauchgewächse und viel mehr aufsuchen.

 

Standort

48493 Wettringen

Vorher-Bilder

Nachher-Bilder

Gartenstrukturen

Anzahl der Projektbeteiligten

9

Fläche

3000 m²